Zweigeteiltes gallisches Kriegsgebiet

Römischer Süden, keltischer Norden

Für die Kelten ist der Krieg eine schreckliche Tragödie. Frauen werden vergewaltigt, Familien auseinandergerissen, Tausende Menschen getötet oder in die Sklaverei verschleppt. Auch die Römer erleiden Verluste - aber weit weniger als die Kelten.

Für den, der überlebt, hat sich der Einsatz gelohnt. Caesar lässt seine Soldaten großzügig Beute machen. Es heißt sogar, er habe jedem seiner Kämpfer mehrere Sklaven geschenkt.

Aufstand aus dem Norden

Die Lage im Kriegsgebiet ist zweigeteilt: Der Süden - die heutige Provence - ist fest in römischer Hand. Die Häduer sind mit den Römern verbündet, die Arverner haben sich noch nicht entschieden. Aber im Norden bereiten Nervier, Eburonen, und Treverer bereits den Aufstand vor. Caesar ist über die brisante Lage unterrichtet. Er befiehlt allen Stammesführern, nicht von seiner Seite zu weichen. Niemand soll hinter seinem Rücken eine Rebellion anzetteln können. Doch einer weigert sich: Dumnorix, ein wichtiger Anführer der Häduer. Das kann Caesar nicht hinnehmen.

Dumnorix hat unter den Stammesführern großen Einfluss - sein Beispiel könnte Schule machen. Caesar will ein Exempel statuieren und lässt den Rebellen töten. Aber die Erinnerung an ihn konnte Caesar nicht auslöschen. Jetzt besinnen sich die Bewohner Galliens auf das wichtigste Erbe ihrer Vorfahren: ein Leben in Freiheit.

Geheime Rituale

Die Druiden spielen dabei eine bedeutende Rolle. Caesar beschreibt sie als Lehrer, Richter, Priester und Propheten. Besonders in Zeiten von Not und Krieg ist ihr Rat gefragt. Dann vollziehen sie an versteckten Quellen geheime Rituale und bringen ihren Göttern Opfer. Befremdet von der Naturreligion der Kelten schreibt ein römischer Dichter: "Wasser floss aus dunklen Quellen und düster standen, ohne Kunst und roh aus Holz gehauen, Götterbilder da."

Den Römern schauderte es vor den unheimlichen Zeremonien der Druiden. Dennoch waren viele fasziniert von der Spiritualität der Kelten. Das bedeutendste Bildzeugnis keltischer Religion ist ein prächtig verzierter Bronzekessel - seltenes Zeugnis aus der fernen Welt der Druiden. Seit seiner Bergung gibt er den Wissenschaftlern Rätsel auf: Ein sorgfältig gearbeitetes Relief zeigt einen Zug von Reitern und Kriegern. Hinter ihnen ein Priester, der einen Menschen in ein Gefäß versenkt. Ist dies ein Ritual, um den Krieger unverwundbar zu machen, oder ein Menschenopfer?

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