Zwischen Wissenschaft, Kunst und Zeitgeschichte

Gero von Boehm

Gero von Boehm ist Autor und Regisseur von mehr als 80 Dokumentarfilmen und Dokudrama-Inszenierungen, unter anderem für das ZDF.

Gero von Boehm
Gero von Boehm Quelle: ZDF,Wolfgang Lehmann

Gero von Boehm wurde 1954 in Hannover geboren. Aufgewachsen ist er in Hamburg und Heidelberg. Schon während des Studiums der Rechts- und Sozialwissenschaften moderierte er bei dem Hörfunksender SWF 3 und schrieb für verschiedene Zeitungen, darunter "Die Zeit". 1975 machte er seine erste Fernsehdokumentation, drei Jahre später gründete er die Produktionsfirma "interscience film GmbH".

"Wortwechsel" im Dritten

Von 1980 bis 1990 interviewte er in der Reihe "Wortwechsel" im dritten Fernsehprogramm S 3 mehr als fünfzig so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Federico Fellini, Roman Polanski, Arthur Miller, Peter Ustinov, Eugène Ionesco, Loriot, Golo Mann, Elisabeth Mann-Borgese, Edward Teller und Alfred Herrhausen.

Gero von Boehm ist Autor und Regisseur von mehr als 80 Dokumentarfilmen und Dokudrama-Inszenierungen für ARD, ZDF, Arte, France 3 und das Schweizer Fernsehen. Seine Themen bewegen sich zwischen Wissenschaft, Kunst und Zeitgeschichte. In mehreren Filmen ging er der Geschichte und Gegenwart der Mafia nach, mit Joachim Fest verfilmte er dessen Buch "Im Gegenlicht - eine italienische Reise".

Er porträtierte Menschen wie Stephen Hawking, Umberto Eco, Ernst Jünger, Susan Sontag, Alberto Giacometti, Henri Matisse, Henry Moore, Balthus, Kurt Masur, David Hockney, Karl Lagerfeld, Helmut Newton, I.M. Pei, Gore Vidal und Isabella Rossellini.

ZDF-Wissenschaftsreihe

Seine ZDF-Wissenschaftsreihe "Odyssee 3000 - Reisen in die Zukunft" wurde in vielen Ländern gezeigt, ebenso wie die Reihe "Die großen Clans", in der er Familien wie die Kennedys, Rothschilds und Agnellis porträtierte und die zu den erfolgreichsten Programmen des Jahres 2001 gehörten. Im Jahr 2000 wurde am Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main eine Retrospektive seiner Filme gezeigt.

Gero von Boehm ist Träger des Bayerischen Fernsehpreises, des Kulturpreises der Eduard-Rhein-Stiftung, des Wilhelmine-Lübke-Preises, des Fernsehpreises des Hartmannbundes (zwei Mal) und anderer Auszeichnungen.

In seiner 3sat-Sendung "Gero von Boehm begegnet ...", einem konzentrierten 45-Minuten-Gespräch mit interessanten Menschen unserer Zeit, reicht die Palette der Gäste von Isabella Rossellini über Norman Mailer, Helmut Newton, I.M. Pei bis Klaus Maria Brandauer und Christoph Schlingensief.

"Geheimnisse eines Papstes"

Im Jahr 2004 produzierte Gero von Boehm eine ZDF-Reihe über die "Paläste der Macht", die im Jahr 2007 erfolgreich fortgesetzt wurde. Zum ersten Todestag von Papst Johannes Paul II. zeigte das ZDF Ende März 2006 das Dokudrama "Karol Wojtyla - Geheimnisse eines Papstes", das mit Schauspielern wie Michael Mendl, Mario Adorf, Devid Striesow und Cosma Shiva Hagen besetzt war.

Regie führte Gero von Boehm, ebenso wie bei dem Dreiteiler "Giganten" (Beethoven, Einstein, Humboldt - mit Maximilian Schell, Matthias Habich und Uwe Ochsenknecht), der an Ostern 2007 ebenfalls im ZDF gesendet wurde. Anfang 2008 zeigte das ZDF den viel beachteten Zweiteiler "Zwischen den Fronten" von Gero von Boehm und Peter Scholl-Latour.

Die zweiteilige Dokumentation "Eine Nacht im November" über das Jahr 1989 in Deutschland wurde im November 2008 im ZDF ausgestrahlt, die Reihe "Kreml, Kaviar und Milliarden" über die russischen Oligarchen 2009.

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