Herr Eppert: Wie sexistisch sind wir?

Dokumentation | Wie sexistisch sind wir? - Herr Eppert: Wie sexistisch sind wir?

Thorsten Eppert geht einem Thema auf den Grund, das wir gerne weglächeln und wo wir abwinken, weil wir vielleicht nicht wirklich betroffen sind - oder das zumindest denken: Sexismus.

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.12.2017, 23:10
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2014
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 12 Jahren

"Wie sexistisch sind wir?" Welche Vor(ur)teile haben Männer gegenüber Frauen - und umgekehrt? In Deutschland scheint doch eigentlich alles in Ordnung, totale Gleichberechtigung, emanzipierte Frauen, Männer in Elternzeit. Oder vielleicht doch nicht?

Die große "Sexismus-Debatte" in Deutschland ist nicht lange her. Das Phänomen lässt sich nur schwer abbilden, ist irgendwie nicht greifbar, aber trotzdem in fast allen Bereichen der Gesellschaft zu finden - ob wir es wahrhaben wollen, oder nicht. Auf seiner Reise begegnet Thorsten Eppert Menschen mit den unterschiedlichsten Meinungen zum Thema Sexismus und lernt verschiedene Wege kennen, wie man mit Sexismus umgehen kann. Weder Männer noch Frauen leugnen seine Existenz - manche von ihnen haben für die Problematik nur ein Achselzucken übrig, andere haben die Nase voll und wieder andere engagieren sich aktiv und wollen etwas ändern.

Ein Blick in die Skateboard-Szene: Hier wirkt alles weltoffen, politisch korrekt und tiefenentspannt. Stimmt auch, in den meisten Fällen. Und trotzdem ist Sexismus unter Skatern alles andere als ein unbekanntes Phänomen und Skaterinnen sind ein rares Gut, liest man quer durch das Internet. Auf einem Contest verschafft sich Herr Eppert einen ersten Eindruck von der Szene, bevor er in Berlin dann Frauen trifft, die kritisch sehen, was sich nicht selten rund um das Skateboard in Sachen Sexismus abspielt.

Stichwort Frauenquote: Nur 17 Prozent der Mitglieder in deutschen Aufsichtsräten sind weiblich. Gläserne Decke? Die gibt es, erzählt die gestandene Unternehmerin Dagmar Braun in Greifswald. Aber man müsse sich als Frau in den Männerzirkeln der Wirtschaft nur zu helfen wissen. Im Laufe des Films muss sich Herr Eppert eingestehen, selbst noch nie als Mann benachteiligt worden zu sein. Ganz anders die Herren von MANNdat, die sich "Lobbyarbeit für Männerrechte" auf die Fahnen geschrieben haben. Frauen verdienen weniger? Sind Opfer? Männer sind gewalttätiger und die Gewinner der Gesellschaft? Alles Quatsch, so die Männerrechtler.

Eine Branche, auf die es Alice Schwarzer und einige ihrer Kolleginnen ganz besonders abgesehen haben: die Pornoindustrie. Eine junge Regisseurin aus Köln hat sich an einem Gegenentwurf zum Pornoklischee versucht und dreht Pornos für Männer UND Frauen.

Und wie funktioniert Familie, wenn sie von Anfang an ohne eine Frau in der typischen Mutterrolle auskommen muss? Herr Eppert besucht ein schwules Ehepaar mit zwei Kindern. Hier haben nicht "Mama und Papa" das Sagen, sondern "Papa und Vati" - und auch die kommen nicht ganz ohne Mutterklischees aus.

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