25 Jahre Deutsche Einheit

Ein Prozeß des Zusammenwachsens

Was hat die Zusammenführung der beiden deutschen Staaten und die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 erbracht, was ist im zurückliegenden Vierteljahrhundert gutgegangen, was gescheitert? Der ZDF-Programmschwerpunkt zu "25 Jahre Deutsche Einheit" geht diesen Fragen unter dem Label "Deutschland 25" nach.

Jene bewegenden Szenen, die um die Welt gingen, von Wende, Mauerfall und Einigung, sind inzwischen ein Vierteljahrhundert alt. Noch immer zeugen eindrucksvolle Filmaufnahmen, Bilder und Zeitstimmen davon, wie der „Wind des Wandels“ um sich griff und die Menschen mit sich nahm. Was damals geschah, zählt ohne Übertreibung zu den historischen Glücksfällen unserer Geschichte: Zum ersten Mal wurde die deutsche Einheit in Freiheit und in Frieden Wirklichkeit, eine Premiere.

25 Jahre später

Heute mutet, was am 3. Oktober 1990 geschah, fast schon selbstverständlich an. In einem geeinten Land zu leben, umringt von Partnern, das ist Alltag, auch wenn die EU derzeit vor größten Herausforderungen und Zerreißproben steht.

Dass sich die innere Vereinigung der Deutschen weitaus schwieriger gestaltete als zunächst erwartet - auch daran gilt es zu erinnern, es schmälert nicht die geschichtliche Bedeutung jener Wende von der Teilung zur Einheit. Es handelte sich um einen komplexen, in der Geschichte einmaligen Transformationsprozess. Noch nie wurden zwei Staaten derart gegensätzlicher Ordnung so kurzfristig miteinander verbunden. Den Maßstab für ein angemessenes Tempo eines solchen Vorgangs gibt es nicht. Aus der Sicht vieler ehemaliger DDR-Bürger erfolgte die wirtschaftliche und soziale Angleichung der Lebensverhältnisse nach den großen Schritten der Beitrittsphase zu schleppend, neben den Gewinnern gab es viele Verlierer der Einheit.

Im Westen wurde über Kosten und Nutzen der Einheit noch allzu lange in zwischenstaatlicher Manier, in den Kategorien von Leistung und Gegenleistung, gedacht. „Ossis“ und „Wessis“ hatten Jahrzehnte lang in Parallelwelten gelebt, mental, politisch und ökonomisch. Vielleicht hatte sich der Westen über Jahrzehnte allzu selbstherrlich als wirtschaftliches Eldorado verkauft, oder war aus Ost-Sicht zu einem solchen verklärt worden. Jedenfalls erforderte die Einlösung des viel zitierten Spruchs von Willy Brandt „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“, vielmehr Geduld als erwartet.

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