Der Todesstreifen - Anatomie einer Grenze

Sie war die Frontlinie des Kalten Krieges: An der innerdeutschen Grenze standen sich Warschauer Pakt und NATO hochgerüstet gegenüber.

Hätte eine dieser Mächte die Grenze in Frage gestellt oder gar überschritten, wäre der Kalte Krieg zu einem heißen Konflikt und Deutschland zum atomaren Schlachtfeld geworden. Die innerdeutsche Grenze als Trennlinie der Systeme, als Front zwischen den Machtblöcken.

So hätte das DDR-Regime sie gerne vorrangig definiert. Doch die Grenze war mehr. Sie zerschnitt brutal ein Land, trennte Freunde und Familien. Und sie wurde nach dem Mauerbau in Berlin 1961 zu einem hermetischen Sperrriegel. Der vorgebliche "antifaschistische Schutzwall" richtete sich nach innen - gegen die Bewegungsfreiheit der Ostdeutschen. Er verwob deutsche Ingenieurskunst und Gründlichkeit mit sozialistischem Lagerdenken: Auf über 1400 Kilometern zog sich die Grenze durch das Land: Metallzäune, Minengürtel, Selbstschussanlagen, elektronische Sicherungen, Wachhunde und Posten mit Schießbefehl machten alle Pläne, sie zu überwinden, zu einem tödlichen Risiko. Fast 1000 DDR-Bürger kamen bei Fluchtversuchen ums Leben.

"ZDF-History" zeigt mit hochauflösenden Luftaufnahmen der ehemaligen inner-deutschen Grenze, welche Narben noch heute sichtbar sind. Zeitzeugen berichten, wie effizient das Grenzregime der DDR funktionierte, wie Menschen in ihrem Schatten lebten und zu Opfern oder Tätern wurden.

Stab

  • Moderation - Guido Knopp

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