Die Geheimnisse der Jackie Kennedy

Sie war die First Lady: Elegant und anmutig "regierte" Jacqueline Kennedy in Washington. Jackie brachte frischen Wind ins Weiße Haus. Mit ihrem modischen Stil und ihrer Eleganz eroberte sie schnell die Herzen der Amerikaner. Doch was dachte die Ehefrau des Präsidenten wirklich über die Politik, Zeitgenossen wie den Bürgerrechtler Martin Luther King, Indira Gandhi oder Konrad Adenauer?

Mit John F. Kennedy zieht 1961 Glanz und Glamour ins Weiße Haus. Der 35. Präsident und seine Frau Jaqueline sind reich, gut aussehend und versprechen den Aufbruch in eine neue Zeit. Kennedy verkörpert das gute Amerika. Er besitzt eine charismatische Ausstrahlung, das sichert ihm Wählerstimmen. Wahlmanipulationen, Affären mit anderen Frauen, Verbindungen zur Mafia – das Negative wird ausgeblendet.

Kennedys versprechen Glamour

Die Amerikaner sind ganz verzückt von der Familie, Bilder von Kennedys spielenden Kindern im Oval Office begeistern die Nation. Jacky lässt das Weiße Haus entstauben und geschmackvoll renovieren. Doch der Schein trügt: So glücklich wie sich die First Family in der Öffentlichkeit präsentiert, ist sie nicht. John betrügt seine Ehefrau, hat zahlreiche Affären.

Kritisiert werden jedoch andere: Ein Heuchler, der den Frauen nachstellte – so beschreibt Jackie Kennedy nicht etwa ihren chronisch untreuen Ehemann, sondern den Bürgerrechtler Martin Luther King in einem Interview, das der Historiker Arthur M. Schlesinger in den Monaten März bis Juni des Jahres 1964, kurz nach dem Attentat von Dallas, mit der Witwe von Präsident John F. Kennedy führte.

Jackie kritisiert Bürgerrechtler King

Ein „schrecklicher Mann“ sei King gewesen, der in Washington Sex-Partys abhielt. Auch der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer kommt in Jackie Kennedys Erinnerungen nicht viel besser weg: ein verbitterter Choleriker, der seinen Posten lieber räumen solle.

Erst fünfzig Jahre später hat Kennedy-Tochter Caroline die entlarvenden Tondokumente freigegeben. Sie enthalten brisante Aussagen der Ex-First-Lady. Die bislang unveröffentlichten Aufnahmen gewähren neue und überraschende Einblicke in das private und öffentliche Leben des Präsidentenpaars: Jackie Kennedy ist hautnah dabei, als im Weißen Haus Entscheidungen getroffen werden. Sie durchlebt mit ihrem Mann Höhen und Tiefen seiner Präsidentschaft: das Ende der Rassentrennung in den USA, die Schweinebucht-Invasion und die Kuba-Krise, bei der die Welt kurz vor dem Ausbruch eines Atomkriegs steht.

Was dachte die First Lady wirklich?

In ihrem Interview geht die ehemalige First Lady mit einigen ihrer Zeitgenossen hart ins Gericht und klingt dabei nicht besonders ladylike. Indira Gandhi sei eine "verbitterte Frau", und ihre eigene Nachfolgerin im Weißen Haus, Lady Bird Johnson, komme ihr vor wie der "abgerichtete Jagdhund" ihres Mannes Lyndon.

ZDF-History zeigt, wie Jackie Kennedy wirklich dachte und wie sie die Höhen und Tiefen der Präsidentschaft ihres Mannes erlebte.

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