Elly Beinhorn - Die Dokumentation

Sie war die "Königin der Lüfte", eine der faszinierendsten Flugpionierinnen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts: Elly Beinhorn. Ihre abenteuerlichen Fernflüge in entlegene Kontinente machten sie berühmt. Ihre Reisereportagen waren Bestseller und prägten das Bild vieler Deutscher von der Welt. Kaum bekannt jedoch ist die Fülle ihrer Fotos und faszinierenden Filmaufnahmen von jenen Reisen, für die sie damals immer wieder ihr Leben aufs Spiel setzte.

Diese Aufnahmen vermitteln einen unmittelbaren Eindruck vom Wagnis und zugleich von der Magie von Elly Beinhorns Flugexpeditionen in exotische Welten. Sie sind der filmische Grundstock eines historischen Porträts dieser außergewöhnlichen Pilotin, das im Anschluss an die Ausstrahlung des Fernsehfilms "Elly Beinhorn - Alleinflug" die zeitgeschichtlichen Hintergründe ihrer Biografie ausleuchtet.

Gestützt auf Expertenaussagen, Beinhorns Reisereportagen und Briefe zeichnet die Dokumentation eine anschauliche Charakterstudie dieser legendären Flugpionierin. Gegen den Widerstand von Familie und männlich dominiertem Flugbetrieb verfolgte sie unbeirrt ihren großen Lebenstraum vom Fliegen. 1932 umrundete Elly Beinhorn als erste Frau die Welt im Alleinflug.

Auf der Jagd nach Rekorden

Der Drang nach Freiheit und der Überwindung von Schranken verband sie mit dem charismatischen Rennfahrer Bernd Rosemeyer, der großen Liebe ihres Lebens. Wie sie in der Luft, so jagte der blonde Draufgänger auf den Rennstrecken der Welt nach Rekorden. 1936 wurde er Europameister und heiratete Elly Beinhorn. Die beiden erfolgreichen Sportler bildeten das Traumpaar der 30er Jahre, ein werbeträchtiges Aushängeschild für Nazi-Deutschland. Doch das Glück währte nicht lange. Im Januar 1938 verunglückte Rosemeyer tödlich bei einer Geschwindigkeit-rekordfahrt. Der gemeinsame Sohn Bernd Rosemeyer jr.war damals gerade einmal elf Wochen alt.

Rosemeyer jr. lebt heute als Arzt in München. Im Exklusivinterview für diese Dokumentation setzt er sich mit dem Leben seiner eigenwilligen, lebenslustigen, stets ihre Grenzen auslotenden Eltern auseinander. Zugleich skizziert der Film anhand von Archivfilmbildern und Originaltönen aus jener Zeit den historischen Hintergrund dieser abenteuerlichen Lebensläufe: Den durch technischen Fortschritt vorangetriebenen Aufbruch in die Moderne ebenso wie die Instrumentalisierung sportlicher Pionierleistungen durch die Propaganda des NS-Regimes.

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