Frauen der Geschichte

Sie haben abgestimmt!

In der ZDF-Reihe „Frauen, die Geschichte machten“, die am 01. Dezember 2013 startete, werden sechs Frauen porträtiert, die ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen haben. Auch ZDF-History beschäftigte sich am 01. und 08. Dezember 2013 mit der Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wollten wir von Ihnen wissen, welche der historisch bemerkenswerten Frauen für Sie die größte Bedeutung hat und Sie haben sich entschieden!

Kleopatra VII. - Pharaonin

Sie gilt als Traumfrau der Antike, in Rom nannte man sie die „Hure vom Nil“. Von den Männern ließ sie sich nicht in die zweite Reihe verdrängen. Sie bestand auf ihre Rolle als Königin Ägyptens – und verteidigte ihre Macht mit allen Mitteln: Mord, Sex und Intrigen. Statt mit Rom Krieg zu führen, verführte sie zwei Imperatoren und bekam mit ihnen Kinder. Diese waren ihr wichtigstes Unterpfand im Machtkampf mit Rom. Am Ende scheiterte sie; doch ihr rätselhafter Selbstmord machte sie zu einer unsterblichen Legende.


Jeanne d’ Arc - Kriegerin, Nationalheldin und Heilige

Sie kam von ganz unten, war ein Bauernmädchen, Analphabetin und eben – nur – eine Frau. In Zeiten, in denen Männer versagten, kämpfte sie nicht mit den Waffen einer Frau, sie schlüpfte – wie Businessfrauen heute – in den Männerdress und agierte wie ein Mann: „Ich bin Kriegsherr“, schrieb sie an die Engländer, „von Gott, dem König des Himmels gesandt, um Euch Mann für Mann aus Frankreich herauszuschlagen.“ Keiner Autorität außer Gott beugte sich die „Jungfrau in Rüstung“, sie handelte auf Befehl Gottes – davon war sie fest überzeugt. Als sie für die Männer zu mächtig wurde, verriet, verkaufte und verbrannte man sie. Auch, weil sie gewagt hatte, aus der Weltordnung herauszutreten.


Elisabeth I. - Königin von England

Als jungfräuliche Königin wurde Elisabeth zur Legende, verheiratet nur mit England. Von Ehe und Kindern hielt sie sich fern, da sie ihren Machtverlust bedeutet hätten. Elisabeths Regierungsstil war geprägt von geistiger Schärfe und politischer Taktik. Erfolgreich regierte sie England 45 Jahre lang – in einer Zeit, da jedermann Frauen zu schwach dafür hielt.


Katharina die Große - Kaiserin von Russland

Die berühmte russische Kaiserin zu werden, war Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst nicht in die Wiege gelegt. Die Prinzessin aus einem unbedeutenden deutschen Adelsgeschlecht heiratete den als russischen Thronfolger vorgesehenen Großfürsten Peter. Doch ihre Ehe wurde zur Katastrophe. Das Paar fand nicht zueinander. Ob sie auch den Mord an ihrem Gatten Peter III. zu verantworten hat, ist bis heute ungeklärt. Zahllose Liebschaften  und sexuelle Ausschweifungen werden ihr nachgesagt, doch die Kaiserin war vor allem klug, belesen und politisch versiert. Als Alleinherrscherin führte Katharina Russland zu neuer Größe.


Luise von Preußen - Königin von Preußen

Schon zu Lebzeiten wurde Luise von Preußen wie eine Heilige verehrt. Jung, schön, anmutig und eher ungezwungen, verhalf sie dem preußischen Königshaus zu großer Beliebtheit. Ihren Charme und ihre Klugheit stellte sie ganz in den Dienst ihres Mannes König Friedrich Wilhelm III., ihres Landes und ihrer Familie. Als zehnfache Mutter hatte sie eigentlich nicht vor, politisch aktiv zu werden. Doch Napoleons Eroberungszüge forderten sie heraus: „Gewalt gegen Gewalt, das ist meiner Meinung nach das einzig“, äußerte die junge Monarchin. Ihre Gegner beschimpften sie folglich als Kriegstreiberin. Für ihre Verehrer wurde Luise zur Symbolfigur der erwachenden deutschen Nation verklärt, gar zur germanischen Kriegerin im Kampf gegen Frankreich und für die Einheit der Deutschen.


Sophie Scholl - Studentin

Sophie Scholl besaß weder Macht noch Einfluss. Das unterscheidet sie von den anderen Protagonistinnen der Reihe. Den Platz in den Geschichtsbüchern erhielt sie nicht, weil sie in ihrer Zeit etwas bewegte, sondern weil sie Stellung bezog und für ihre Haltung in den Tod ging. Dadurch wurde sie posthum zum Vorbild und zur moralischen Instanz.Sophie Scholl war intellektuell, talentiert, politisch interessiert und reflektiert in ihrer Rolle als Frau. Als selbstbewusste junge Frau nahm sie für sich beinahe trotzig in Anspruch, im Kreis der „Weißen Rose“ ernst genommen zu werden und das gleiche Risiko einzugehen wie die Männer.


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