Mythos Amundsen

Verschollen in der Arktis

Er galt als berühmtester Abenteurer seiner Zeit: Der Norweger Roald Amundsen, der das Wettrennen zum Südpol gegen den Briten Robert F. Scott gewann. 1928 kam er bei einer Rettungsexpedition ums Leben. Warum endete Amundsens letzte Fahrt so tragisch?

Er hatte als Erster die Nordwest-Passage durchfahren, er hatte den Wettlauf zum Südpol gewonnen und gemeinsam mit dem Italiener Umberto Nobile in einem Luftschiff den Nordpol überflogen. Roald Amundsens Erfolge verschafften ihm unzählige Bewunderer auf der ganzen Welt - aber auch erbitterte Gegner und Neider.

Erster am Südpol

Amundsens größter Rivale war der Brite Robert Falcon Scott, der im Jahr 1911 aufbrach, um den Südpol zu erobern. Eigentlich war Amundsens Kindheitstraum, der erste Mann am Nordpol zu sein. Als er aber Nachricht erhielt, dass der Amerikaner Robert E. Peary die Eroberung des Nordpols für sich in Anspruch nahm, änderte Amundsen spontan seine Pläne und nahm ebenfalls Kurs in Richtung Süden.

Nach nur 34 Tagen erreichte Amundsen am 14. Dezember 1911 vor dem Briten das ersehnte Ziel. Scott und seine Männer sahen die Heimat nie wieder; sie starben auf dem Rückweg im ewigen Eis. Amundsen dagegen kehrte als Nationalheld nach Norwegen zurück.

Tragisches Ende

Mit Umberto Nobile stritt Amundsen sich verbissen darum, wem der Ruhm für ihre spektakuläre Luftfahrt zum Nordpol gebühren sollte. Als der Italiener dann jedoch 1928 von einer weiteren Arktis-Expedition nicht zurückkehrte, organisierte Amundsen spontan einen Rettungsversuch. Mit einem Flugboot der Marke "Latham" startete der damals 55-jährige Grandseigneur der Polarforschung in Richtung Spitzbergen - und kehrte nicht mehr zurück.

Nobile wurde wenig später von einer zweiten Suchexpedition gerettet, von Amundsens Maschine aber fehlte jede Spur. Fünf Jahre später verfingen sich im Netz eines Fischers Teile des Triebwerks der "Latham". Gemeinsam mit zwei High-Tech-Schiffen der norwegischen Marine macht sich ZDF-History auf die Suche nach weiteren Überresten der Expedition.

Abenteuerreportage im ZDF

Hundert Jahre nach Amundsens Eroberung des Südpols gehen zwei Teams aus Deutschland und Österreich in der Antarktis an den Start. Zwei eistaugliche Abenteurer haben sich in einem harten Auswahlverfahren für die von ZDF und ORF initiierte Expedition auf den Spuren von Amundsen und Scott qualifiziert. Im März 2011 zeigt das ZDF in einer fünfteiligen Dokumentarreihe den "Wettlauf zum Südpol".

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