Operation Euro

Schicksalsjahre einer Währung

Schicksals-Wochen für Europa: Zehn Jahre nach der Einführung des Euro steckt die Gemeinschaftswährung in ihrer schwersten Krise. Die Dokumentation zeigt den verzweifelten Kampf um den Euro - Ausgang offen.

Was passiert, wenn die Operation Euro trotz aller Anstrengung misslingt, wenn Griechenland aus dem Währungsverbund ausscheiden muss? Verzweifelt kämpfen Politiker und Finanzmanager gegen ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone. Ein Milliarden-Poker. Die gemeinsame Währung - ein Projekt von historischem Ausmaß - steht auf dem Spiel.

Vertrauen nimmt ab

Fehler der Währungsunion

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy bei einer PK in Paris.
Merkel und Sarkozy - Pressekonferenz Quelle: reuters

In Griechenland hat die Kapitalflucht längst eingesetzt. Das Vertrauen in die Politik und ins Bankensystem nimmt dramatisch ab. Wenn Griechenland kippt, wer folgt als nächstes? Nahezu alle Staaten der Euro-Zone sind unter Druck - Italien, Portugal, Irland, Spanien. Sogar Frankreich gerät in den Sog der Krise.


Ganz Europa blickt in dieser kritischen Phase auf die Wirtschaftsmacht Deutschland. Doch die Rettungsbemühungen der Bundesregierung sind umstritten, sogar in den Regierungsparteien selbst. Die von Deutschland angeführten Hilfsaktionen verschieben die politischen Gewichte in Europa massiv. Viele schwache Staaten hängen zunehmend am Tropf der starken Staaten. Das schürt die Ängste vor einer neuen deutschen Übermacht. Andererseits: Wie stabil ist die finanzielle Lage Deutschlands?



Die Krise legt schonungslos auch die Konstruktionsfehler der Währungsunion offen: Es gibt keinen Plan für das Ausscheiden eines Mitglieds. Offenbar konnten Griechenland und andere Mitgliedsländer in der Vergangenheit ihre Haushaltszahlen frisieren, der verabredete Sanktionsmechanismus blieb ohne Wirkung. Das vereinte Europa mit der einheitlichen Währung war eine Vision von Politikern - wirtschaftliche Realitäten wurden dabei oft ignoriert. Sprengt die Krise des Euro jetzt die ganze Union? Die Zentrifugalkräfte nehmen spürbar zu.


Stephan Lamby und Michael Wech haben die Krisenmanager der Euro-Zone monatelang aus der Nähe beobachtet. Sie haben exklusiven Zugang vor allem zu Finanzminister Wolfgang Schäuble, zu Jean-Claude Juncker, dem Chef der Euro-Gruppe, zu Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, sowie zu Mitgliedern der griechischen Regierung. Sie haben bei Krisensitzungen in Berlin, Brüssel, Breslau und Washington gedreht, ebenso während der Chaos-Tage der griechischen Politik in Athen.

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