Was die Bibel verschweigt

Das Geheimnis der Apostel

Was darf in der Bibel stehen? Und was nicht? Jahrzehnte lang stritten die ersten Christen erbittert um die Überlieferung der Worte und Taten des Jesus von Nazareth. Dabei ging es nicht um historische Wahrheit, sondern um Ziele und Werte der entstehenden neuen Kirche.

Leonardo da Vincis Gemälde "Das letzte Abendmahl"
Leonardo da Vincis Gemälde "Das letzte Abendmahl" Quelle: dpa

Petrus gegen Zauberer

Viele der damals aus der Bibel verbannten Texte werfen ein anderes und zum Teil verstörendes Licht auf Christus und seine Jünger. Warum fehlt in der offiziellen Bibel das dem Heiligen Petrus zugeschriebene Evangelienfragment mit seinem Bericht einer Schlacht zwischen guten und bösen Dämonen und Zauberern?

"History" hat das Fragment filmisch umgesetzt. Es ist eine hollywoodreife Geschichte mit einem spannenden Showdown im Kolosseum von Rom. Sie endet, natürlich, mit dem Sieg des Guten. Trotzdem wurde sie in den Kanon der Bibeltexte nicht aufgenommen.

Paulus´ Freundin Thekla

Und noch eine Geschichte fehlt in der Bibel: Die von Thekla, der geheimnisvollen Gefährtin des Apostels Paulus. Sie wurde aus dem Neuen Testament komplett gestrichen. War den Kirchenvätern eine Frau an der Seite des Apostels etwa nicht genehm?


Eine spannende Frage ist ferner: Was steht wirklich im "Judas-Evangelium"? Die Überlieferung, die den Verräter Jesu als Diener Gottes beschreibt, konnte erst vor wenigen Jahren rekonstruiert werden. In der Bibel, wie wir sie fast seit zweitausend Jahren kennen, kommt sie nicht vor.

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