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Der Brenner

Freie Fahrt nach Süden

Alle kennen ihn: den Brenner, das Tor zum Süden. Urlauberroute und Nadelöhr. Er ist der meistbefahrene Alpenpass, hier beginnt Italien.

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30 min
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28.06.2020
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UT
Video verfügbar bis 28.06.2021

Viele Wochen war die österreichisch-italienische Grenze wegen der Corona-Pandemie für den Pkw-Verkehr – mit wenigen Ausnahmen – geschlossen. Vom 16. Juni an aber gibt es jedoch keine Kontrollen mehr: Endlich wieder freie Fahrt in den Süden!

Für viele von uns ist der Brenner ein Sehnsuchtsort: Ab hier stellen sich Urlaubsgefühle ein, der Espresso schmeckt toll, die Sonne scheint, das Meer ist nicht mehr weit. Jedes Jahr überqueren mehr als 14 Millionen Fahrzeuge und pro Tag bis zu 220 Züge den niedrigsten Pass der Alpen - normalerweise. Doch mit dem Shutdown durch die Corona-Pandemie kam der Individualverkehr komplett zum Erliegen. Autobahn und Landstraße waren gespenstisch leer. Ein außergewöhnliches Bild, wenn man die Staus und das Chaos auf der Route zu den Reisezeiten in den Ferien kennt. Nur noch der Warentransit zwischen den Ländern rollte nach wie vor, wenn auch mit deutlichen Einbußen, erzählt der bayerische Spediteur Peter Göschl, der seit 30 Jahren die Brennerroute zwischen Rosenheim und Oberitalien fährt und die Strecke liebt.

Den Gewerbetreibenden entlang der Brennerroute zwischen Innsbruck und dem Brenner auf italienischer Seite geht es wie Gastwirtin Sonja Leitner: katastrophal. Die Ferienwohnungen von Kati Früh in einem kleinen Seitental kurz vor der Brennergrenze stehen leer, alle Urlaubsgäste aus Deutschland haben die Buchungen storniert.

Doch es gibt auch Menschen, die von der ungewollten Ruhe profitierten. Zum Beispiel die Familie Riedl, die auf einem über 500 Jahre alten Bauernhof oberhalb der Brennerautobahn lebt und plötzlich ganz besonders merkte, welchen Belastungen durch Lärm und Luftverschmutzung sie normalerweise ausgesetzt ist. Und auch die Aufgabe der Brückeningenieure Dominik Leitner und Bernhard Mayr war in Zeiten von Corona sicherer. Weniger Verkehr hieß für sie: bessere Arbeitsbedingungen. Trotzdem – auch sie hofften auf die baldige Öffnung der Grenzen, um wieder in den Süden reisen zu können.

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