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Wegen Corona geschlossen

Leben in der Viruskrise

Die Coronakrise greift massiv in unseren Alltag ein. "Leider geschlossen" heißt es deutschlandweit. Restaurants verrammelt, die Schulen leer - ein ganzes Land schottet sich ab.

30 min
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29.03.2020
29.03.2020
UT - DGS
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Video verfügbar bis 30.03.2021

Trotzdem muss es weitergehen, und damit der Alltag einigermaßen läuft, müssen sich fast alle umstellen. Viele haben Angst. Nicht nur um ihre Gesundheit, sondern auch um ihre Zukunft. Und einige müssen derzeit noch viel mehr leisten also sonst.

Von Schäden und Chancen

Südlich der Elbe, im Hamburger Gemüse- und Blumenanbaugebiet Vierlande, brummt es zu dieser Jahreszeit normalerweise. Bei Blumenerzeuger Klaus Eggers wäre jetzt eigentlich Hauptsaison. Doch derzeit bleibt der Gärtner auf seinen Freesien sitzen. Auf dem Hamburger Blumengroßmarkt wurden die Verkaufszeiten eingeschränkt, Blumen sind eben keine Lebensmittel, so die Begründung. In Corona-Zeiten tritt Eggers so oft mit nur 200 Euro Tageserlös die Rückfahrt an. Eine Katastrophe für den Blumenhändler, denn seine Kosten laufen weiter.

Auch an der Stadtteileschule Wilhelmsburg hat Corona alles geändert. Statt im Klassenraum unterrichtet Lehrer Moritz Lund jetzt per Skype, mit Youtube-Clips und Telefon aus dem Homeoffice. Sein Kollege, der Sozialpädagoge Fabian Smarz übernimmt die emotionale Betreuung der Schüler. Denn wenn Familien Tage lang in der engen Wohnung eingeschlossen sind, wird das für Eltern und Schüler zur Belastungsprobe. Gerade in ärmeren Stadtteilen droht die Corona-Krise so auch zu einer Bildungskrise zu werden.

Damit das Leben weitergehen kann, sind Menschen wie Robert Vietze "systemrelevant". Der Familienvater ist Müllwerker in Potsdam. Und Abfall fällt selbstverständlich auch in der Krise an, Entsorgung und Hygiene sind sogar wichtiger denn je. Noch bevor sein Arbeitstag beginnt, bringt der 33-Jährige die vierjährige Tochter mit dem Fahrrad in die Kita zur Notbetreuung, denn auch seine Frau hilft mit, dass Deutschland weiterläuft. Sie arbeitet im Krankenhaus und hat Frühschicht. Dann geht es für Vietze weiter zum Betriebshof. Um sieben Uhr ist für ihn als Fahrer und sein Team Schichtbeginn. Homeoffice –für ihn unmöglich! Er muss raus und für Sauberkeit sorgen.

Pneumologe Dr. Andrés de Roux führt seinen Kampf gegen das Corona-Virus von seiner Praxis in Berlin Charlottenburg aus. Seine Patienten leiden oft an chronischen Erkrankungen der Lunge und gelten somit als besonders gefährdet. De Roux hält sich strikt an die Vorgaben des RKI. Seine Sprechstunde darf man nur nach Anklopfen betreten, denn er hat gegenwärtig täglich Corona-Tests durchzuführen. Durch ein ausgeklügeltes System kann er die Verdachtsfälle von den normalen Patienten trennen. De Roux Mitarbeiter arbeiten nur noch mit Mundschutz und Handschuhen – trotzdem nimmt sie das Arbeiten unter Krisenbedingungen mit. Sein Team am Laufen zu halten, und ihm Ängste zu nehmen, ist nun für den Arzt zu einer zusätzlichen Aufgabe geworden. Doch das entmutigt ihn nicht. Er will die Fahne hochhalten, so lange es geht.

Die "ZDF.reportage" ist unterwegs in der Republik, begleitet Menschen, die - trotz gesundheitlicher Gefahren – weiter für andere da sind.

"Systemrelevant" in der Krise

Damit das Leben weitergehen kann, sind Menschen wie Robert Vietze "systemrelevant". Der Familienvater ist Müllwerker in Potsdam. Und Abfall fällt selbstverständlich auch in der Krise an, Entsorgung und Hygiene sind sogar wichtiger denn je. Noch bevor sein Arbeitstag beginnt, bringt der 33-Jährige die vierjährige Tochter mit dem Fahrrad in die Kita zur Notbetreuung, denn auch seine Frau hilft mit, dass Deutschland weiterläuft. Sie arbeitet im Krankenhaus und hat Frühschicht. Dann geht es für Vietze weiter zum Betriebshof. Um sieben Uhr ist für ihn als Fahrer und sein Team Schichtbeginn. Homeoffice – für ihn unmöglich! Er muss raus und für Sauberkeit sorgen.

Pneumologe Dr. Andrés de Roux führt seinen Kampf gegen das Corona-Virus von seiner Praxis in Berlin Charlottenburg aus. Seine Patienten leiden oft an chronischen Erkrankungen der Lunge und gelten somit als besonders gefährdet. De Roux hält sich strikt an die Vorgaben des RKI. Seine Sprechstunde darf man nur nach Anklopfen betreten, denn er hat gegenwärtig täglich Corona-Tests durchzuführen. Durch ein ausgeklügeltes System kann er die Verdachtsfälle von den normalen Patienten trennen. De Roux Mitarbeiter arbeiten nur noch mit Mundschutz und Handschuhen – trotzdem nimmt sie das Arbeiten unter Krisenbedingungen mit. Sein Team am Laufen zu halten, und ihm Ängste zu nehmen, ist nun für den Arzt zu einer zusätzlichen Aufgabe geworden. Doch das entmutigt ihn nicht. Er will die Fahne hochhalten, so lange es geht.

Die "ZDF.reportage" ist unterwegs in der Republik, begleitet Menschen, die - trotz gesundheitlicher Gefahren – weiter für andere da sind.

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