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Einfach abtauchen - Ferien im Freibad

Die "ZDF.reportage" begleitet Badegäste und Schwimmmeister sowie die vielen anderen Helfer hinter den Kulissen in zwei der größten Bäder Deutschlands.

30 min
30 min
30.08.2020
30.08.2020
UT
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.08.2021

Blauer Himmel, ein kühler Pool und ein Platz im Schatten. Klingt fast wie Urlaub. Doch der Badespaß hat 2020 seine Grenzen: schwimmen mit Einbahnstraßen-Regelung und Mindestabstand auf der Liegewiese.

Weniger Badegäste, mehr Platz, mehr Arbeit

Bis zu 12 000 Besucher täglich zählt das Brentanobad in Frankfurt/Main in Spitzenzeiten. Doch diesen Sommer dürfen höchstens 2000 Badegäste pro Tag in Deutschlands größtes Beckenbad. "Für jeden ist das Luxus - sich sein Plätzchen auszusuchen und zu sagen: Ich habe eine ganze Bahn nur für mich. Das bekommt man, glaube ich, nirgends. Außer im Corona-Sommer", sagt Schwimmmeisterin Nicole Weist. Deutlich weniger Besucher und trotzdem deutlich mehr Arbeit durch die strengen Corona-Auflagen. Nicole Weist ist aber einfach nur froh, dass überhaupt wieder offen ist: "Wir haben fast alle nicht mehr damit gerechnet, dass es eine Freibadsaison geben wird in diesem Jahr."

Schwimmen, planschen und erholen - mitten in einer Pandemie. Rein darf nur, wer online eines der limitierten Tickets ergattert hat. Zusätzliche Security sorgt dafür, dass niemand heimlich über den Zaun klettert, schließlich darf nur in Zeitfenstern geschwommen werden, und der Badebetrieb verläuft in zwei Schichten. Um 15.00 Uhr müssen die frühen Gäste schon wieder gehen.

Nach dem Motto "Tropischer Urlaub – mit Abstand sicher", lässt auch das "Tropical Island" in Brandenburg nur noch eine begrenzte Anzahl an Besuchern ins Bad. Eine Autostunde südlich von Berlin hat auch Europas größter Indoor-Freizeitpark seine Tore wieder geöffnet. In der ehemaligen Zeppelinhalle fühlt es sich fast an wie am Meer: 350 Meter Sandstrand, ein "Regenwald" mit 50 000 Pflanzen. Die Besucher können nicht nur die vielen Becken und Rutschen nutzen, sondern auch im "Tropical Island" übernachten. Für viele ist das Bad in diesem Sommer eine Urlaubsalternative.

Jedes Auto wird vor der Einfahrt auf das Gelände kontrolliert, rein kommt nur, wer vorab ein Onlineticket gebucht hat. Zuständig für das Sicherheitskonzept: Kathrin Rothe. Sie sorgt gemeinsam mit ihrem Team für den reibungslosen Ablauf und ist erster Ansprechpartner für Gäste und Mitarbeiter. Dazu gehört auch Marianne, seit 2016 arbeitet sie im "Tropical Island". Ihre Erfahrungen mit den Gästen und Corona sind ganz unterschiedlich: "Manche vergessen die Abstandsregeln, andere legen da sehr viel Wert drauf."

Die meisten Betreiber der rund 5500 Frei- und Hallenbäder (Quelle: Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e.V.) stellen sich im Sommer 2020 der Herkulesaufgabe, den Besuchern dennoch den Badespaß zu ermöglichen.

Herkulesaufgabe: Badespaß in Coronazeiten

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