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Müllhelden im Einsatz

Homeoffice unmöglich Film von Janis Schönfeld

Homeoffice - für sie ein Fremdwort. Während andere in der Krise sicher zu Hause bleiben, müssen die Leute von der Müllabfuhr raus. Ran an den Abfall.

30 min
30 min
21.06.2020
21.06.2020
UT
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.06.2021

Wenn immer mehr Sperrmüll am Straßenrand gammelt, die Biotonne vor Gartenabfällen überquillt, die Gelbe Tonne "fehlbefüllt" stehen bleiben muss - dann sollte auch dem letzten Büromenschen klar werden, dass manche Jobs mehr Respekt verdienen.

Corona ändert auch Müllverhalten

Müllwerker sind Helden der Sauberkeit - schon immer. Aber in Zeiten von Corona ändert sich die Zusammensetzung: weniger Gewerbeabfall, dafür mehr in der Biotonne aus Gartenabfällen, mehr Sperrmüll, mehr Restmüll. Für die Männer und Frauen bei der Müllabfuhr, in Recyclinghöfen und in den Sortieranlagen eine zusätzliche Belastung.

Der Andrang auf die Recyclinghöfe war zwischenzeitlich enorm. Kein Wunder, denn viele Menschen nutzten die Zeit zu Hause fürs große Reinemachen. Die Schlangen vor den Einrichtungen - endlose Meter lang, denn auch hier gelten strenge Abstandsregeln. So ist die Überwachung der Regeln auf den Höfen zu einer zusätzlichen Herausforderung für die Mitarbeiter geworden.

Auch für die "normalen" Müllfahrer hat sich seit Mitte März 2020 einiges geändert. Im Guten wie im Schlechten. Da ist die Infektionsgefahr, die die Müllwerker ständig bedroht. Zwar sind sie alle fit und leistungsfähig, aber Schutzmasken sind in ihrem Job äußerst hinderlich. Bei schweißtreibender Arbeit und mit schmutzigen Handschuhen sind die Masken schwer zu handhaben. Viele Müllwerker lehnen sie deshalb ab. Gut finden viele aber, dass die Wertschätzung in der Bevölkerung gestiegen ist. Der zurückgegangene Verkehr in den vergangenen Wochen hat ihre Aufgabe mancherorts deutlich weniger stressig werden lassen. Weniger ungeduldig hupende Autofahrer – ein echter Fortschritt.

400 Millionen Tonnen Müll produziert Deutschland in normalen Jahren. Allein der Anteil an Verpackungsmüll entspricht einer durchschnittlichen Menge von 220 Kilogramm pro Kopf.

Immer mehr Menschen verstehen - was die Müllwerker tun, ist "systemrelevant". Kaum vorstellbar, was es für die hygienischen Verhältnisse in der Stadt bedeuten würde, wenn der Müll wochenlang liegen bliebe.

Das Team der Sortieranlage für Leichtverpackungen in Gernsheim hat einen Knochenjob. Denn selbst modernste Anlagen, ausgestattet mit reichlich technischen Raffinessen, können die Arbeit eines Menschen nicht komplett ersetzen. Rund um die Uhr müssen die Anlagen in Betrieb gehalten und Störungen schnellstens beseitigt werden.

Die "ZDF.reportage" begleitet den Berufsalltag unserer "Müllhelden". Welche Herausforderungen sind in den vergangenen Wochen dazugekommen? Was ist gleich schwierig geblieben?

Immer "systemrelevant"

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