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Piste ohne Party

Skifahren trotz Corona

Auf den Gletschern in den Alpen liegt Neuschnee, die Skisaison wäre normalerweise in vollem Gang. Und das wäre wichtig. Denn die finanziellen Einbußen aus der vergangenen Saison sind immens.

30 min
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17.01.2021
17.01.2021
UT - DGS
UT - DGS
Video verfügbar bis 17.01.2022

Allein in Österreich errechnen Marktforscher einen Umsatzverlust von 1,8 Milliarden Euro. Über den Sommer haben die Skigebiete Hygiene-Konzepte erarbeitet: Maskenpflicht, Abstand, Desinfektion. Doch nun sind keine Touristen da. Nur Einheimische dürfen fahren.

Ein zweites "Ischgl" vermeiden

Das Wort "Après Ski" nimmt in den Skiorten längst keiner mehr in den Mund. Am Stubaier Gletscher kontrolliert die Gendarmerie die Einhaltung der Hygiene-Regeln. Die Botschaft ist klar: "Sicheres Skifahren ist möglich!" Ein zweites Ischgl, wo sich im Winter 2020 viele Urlauber mit dem Virus ansteckten, soll unbedingt vermieden werden. Denn für viele Regionen ist der Skitourismus ein lebenswichtiger Wirtschaftsfaktor.

Doch Skifahren ist mehr als das. Frische Spuren in den Pulverschnee zu ziehen, ist ein Lebensgefühl. Im Oktober 2020 sind auch viele Deutsche in Österreich zum Skifahren unterwegs. Auf eigenes Risiko. Bei Rückkehr droht ihnen in der Heimat die Quarantäne.

Im November steigen die Infektionszahlen in Österreich wieder, Lifte und Hotels müssen schließen. Österreich will durch strenge Maßnahmen im November die Skisaison ab Dezember ermöglichen. Der Tiroler Hotelier Thomas Fresser ist damals noch voller Hoffnung: "Wenn wir uns jetzt an alle Regeln halten, können wir in ein paar Wochen wieder aufsperren – dann ist die Skisaison gerettet."

Skilifte laufen - Hotels sind zu

Doch Gastronomie und Hotels bleiben bis Januar 2021 geschlossen, nur Lifte und Pisten werden in Österreich nach Weihnachten wieder frei gegeben. Und: Wer aus einem Risikogebiet nach Österreich einreist, muss 14 Tage in Quarantäne. Damit ist das Weihnachtsgeschäft ruiniert. Für viele Skiorte, die fast ausschließlich vom Tourismus leben, eine finanzielle Katastrophe.

Aber immerhin – während in der "Alpenrepublik" an Weihnachten das Pistenvergnügen beginnen soll, stehen in Deutschland die Lifte still. Wer hierzulande auf den Berg will, muss zu Fuß hinauf. Skitouren dürften der Wintertrend 2020/2021 werden – und eine Herausforderung für die bayerischen Bergwachten. Denn, wo Tausende Bergverrückte auf Tourenski die Gipfel stürmen, sind viele dabei, die sich überschätzen. Es gibt kaum einen Wintersport, der kräftezehrender ist.

Was bleibt, ist die Hoffnung von Hunderttausenden Skifahrern, dass in 2021 alles besser wird.

Eine "ZDF.reportage" über die Skisaison 2020/2021.

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