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Polizei gegen Raser - Illegale Autorennen

Rasen ist kein Kavaliersdelikt. Wer die Straße zur Rennstrecke macht, begeht eine Straftat. Was für Verkehrsrowdys Nervenkitzel heißt, bedeutet für Unbeteiligte oft Gefahr für Leib und Leben.

30 min
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22.11.2020
22.11.2020
UT
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Video verfügbar bis 22.11.2021

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Doku | ZDF.reportage -
Bahnhofsviertel Frankfurt
 

Rotlicht, Drogen und Gewalt: Die Straßenzüge um den Bahnhof zählen zu den berüchtigsten Gegenden …

Videolänge
30 min

Blitzstart an der Ampel, Kurven schneiden, gefährliche Überholmanöver: Vor allem junge Männer messen sich gerne mit anderen PS-Protzen. Und sie riskieren viel. Rasen ist eine Hauptursache für Unfälle mit unbeteiligten Schwerverletzten und Toten.

Rennen mit Todesfolgen

Der unverschuldete Unfall dreier junger Frauen erschüttert die Menschen in der Region Rosenheim noch heute. Ein Golf-Fahrer kommt ihnen auf ihrer Spur entgegen, rast frontal in ihr Auto. Er hatte versucht, zwei BMWs zu überholen – vermutlich lieferten sich die drei Fahrzeuge ein Rennen. Zwei junge Frauen sterben.

In Moers kommt eine zweifache Mutter ums Leben, weil ein Mercedes-Fahrer mit 167 Stundenkilometern durch ein Wohngebiet rast. Auf der A66 bei Frankfurt jagen drei Männer über die Autobahn – wie durch Slalomstangen überholen sie die anderen Wagen. Das Rennen endet mit dem Tod einer unbeteiligten Fahrerin.

Immer wieder kommt es zu Unfällen mit Todesopfern nach illegalen Autorennen. Entsprechend hart greift das Gesetz mittlerweile gegen Raser durch. Im Juni 2017 verabschiedet der Deutsche Bundestag den §315d: Demnach sind verbotene Straßenrennen auch ohne konkrete Gefährdung strafbar. Bei Rennen mit Todesfolge sieht das Gesetz jetzt Haftstrafen von bis zu zehn Jahren vor. Vorher erhielten die Raser maximal ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro und ein Fahrverbot von einem Monat.

In Rosenheim sah die Polizei nach dem tragischen Unfall "hohen" Handlungsbedarf. Nach dem Tod der beiden jungen Frauen wurde eine Ermittlungsgruppe gegründet, die sich speziell auf sogenannte Poser konzentriert: junge Männer, die sich mit ihren getunten Autos oder aufgemotzten Motorrädern Wettrennen liefern. Den Polizisten Daniel P. und Andreas P. geht es bei ihrer Arbeit vor allem darum, illegale Raserei von vornherein zu verhindern.

Und der Paragraph 315d zeigt abschreckende Wirkung. Ermahnungen und Aufklärung im Vorfeld hätten leider nichts gebracht, erklärt Hauptmeister Andreas P.: "Denen muss es wehtun: also hohe Geldbußen, Führerscheinentzug, Stilllegen des Fahrzeugs. Nur durch diese Maßnahmen und ständige Kontrollen haben wir die Raser-Szene in Rosenheim in den Griff bekommen".

Die "ZDF.reportage" begleitet die Rosenheimer Ermittlungsgruppe und geht der Frage nach: Lassen sich Raser durch mehr Kontrollen und härtere Strafen von ihren illegalen Rennen abhalten?

Helfen mehr Kontrollen und härtere Strafen?

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