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Rennstrecke Autobahn

Zoff ums Tempolimit

von Oliver Koytek

Freie Fahrt für freie Bürger oder Tempolimit für Klima und Sicherheit? Die Deutschen sind darüber zutiefst uneins: Über die Hälfte ist für ein generelles Tempolimit, 47 Prozent strikt dagegen.

Beitragslänge:
30 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 25.09.2020

Rund ein Drittel aller Autobahnunfälle passieren aufgrund unangepasster Geschwindigkeit. Auch CO2-Emissionen steigen bei höheren Geschwindigkeiten, doch Tempolimit-Gegner protestieren – und bekommen Unterstützung durch Lobbyisten und Verkehrspolitiker.

Tatsache ist, dass die Geschwindigkeit beim Aufprall die Schwere eines Unfalls stark beeinflusst. Lucia Lüchow und ihre Tochter Sophia könnten noch leben, wenn der Fahrer, der Lüchows Kleinwagen mit 190 Stundenkilometern touchierte, nur die empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130 gefahren wäre. Doch auf der A20 bei Rostock herrschte damals noch kein Tempolimit.

Alex Gruhler aus Köln ist der Meinung, dass ein generelles Tempolimit auf Autobahnen die Unfallzahlen nicht reduzieren würde. Er fährt am liebsten schnell und glaubt, die Autobahnen würden durch Tempo 130 nicht sicherer. Bereits 2007 hat der Selbstständige deshalb die Initiative "Stoppt Tempo 130" gegründet. Über 65 000 Unterstützer hat er bisher gesammelt. "In unserer überreglementierten Welt ist das freie Fahren eines der letzten Stücke Freiheit, die man als Deutscher noch hat", sagt Gruhler.

Siegfried Brockmann ist der Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Er und viele weitere Experten bemängeln seit Jahren die fehlende wissenschaftliche Diskussionsgrundlage beim Thema Tempolimit. Der öffentliche Diskurs sei emotional sehr aufgeladen, aber viele Argumente lassen sich nicht belegen, weil wissenschaftliche Datenerhebungen fehlen.

Die "ZDF.reportage" geht der Frage nach, warum die Debatte um die richtige Geschwindigkeit die deutschen Gemüter so sehr erhitzt.

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