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Spurensuche

Wenn Angehörige plötzlich verschwinden

von Michael Hawich

Mehr als elftausend Menschen gelten in Deutschland aktuell als vermisst. Sie gehen aus dem Haus - zur Arbeit, zum Einkauf, zur Party - und kommen dann einfach nicht mehr wieder.

Beitragslänge:
30 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 06.03.2020

Sie bleiben verschwunden, tage-, wochen-, jahrelang. Jedes Jahr gehen bei der Polizei etwa 100 000 Vermisstenanzeigen ein. War es ein Verbrechen? Ein Unglück? Für die Angehörigen bleiben unendliche schlaflose Nächte mit endlosen Fragen.

Wer innerhalb eines Jahres nicht zurückkehrt, bleibt laut Statistik des Bundeskriminalamtes meist für immer verschollen und wird spätestens nach zehn Jahren sogar für tot erklärt. Viele Angehörige geben aber die Hoffnung nie auf, dass der Vermisste doch irgendwo gefunden wird.

Zum Beispiel Sandra Mittank. Vor drei Jahren ist ihr Sohn Lars im Bulgarien-Urlaub spurlos verschwunden. Das letzte Lebenszeichen: ein Video der Überwachungskamera am Flughafen. Was dann passiert ist, weiß keiner. Auch eine Suche innerhalb der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" brachte bisher keine Aufklärung. Jetzt hat Sandra einen Privatdetektiv eingeschaltet. Er sucht vor Ort nach Sandras Sohn. Seine Vermutung: Der 28-Jährige hatte eine Amnesie und weiß nicht mehr, wer er ist. Der Detektiv dreht in Bulgarien jeden Stein um, spricht mit Behörden und der Polizei. Welche Bemühungen gab es, Lars zu finden, und warum hat man die Suche eingestellt? Gibt es eine neue Spur?

Leonie aus Bayern sucht seit über fünf Jahren nach ihrem Bruder Andreas. Im November 2012 verließ er am Morgen das Haus, um zur Arbeit zu gehen. Dort kam er jedoch nie an, meldete sich seitdem nicht bei seiner Familie oder bei Freunden. Der damals 18-Jährige nahm weder Gepäck noch sein Handy mit. Probleme im Freundeskreis waren der Familie nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei ergaben bisher keine Erkenntnisse zum Verbleib des jungen Mannes. Auch Leonie hat einen Privatermittler mit der Spurensuche beauftragt. Sie hofft immer noch auf ein Lebenszeichen ihres Bruders.

Die "ZDF.reportage" begleitet die emotionale Suche nach verschwundenen Familienmitgliedern, zeigt, an welche bürokratischen Grenzen sie stoßen und welche Momente ihnen immer wieder Hoffnung geben, den vermissten Angehörigen doch wiederzufinden.

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