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Treffpunkt Kiosk

Wo das Herz des Viertels schlägt

von Martin Reichel

Zeitungen, Getränke, Süßwaren, Kaffee – im Kiosk gibt es eigentlich alles, was der Mensch so braucht zum Leben. Der Kiosk ist für viele Menschen eine wichtige Einkaufsmöglichkeit.

30 min
30 min
22.03.2020
22.03.2020
UT
UT
Video verfügbar bis 21.03.2021

Aber das Büdchen bietet für viele mehr als nur Waren. Oft ist es ein Treffpunkt für das ganze Viertel. Hier wird geplaudert, gequatscht und diskutiert – über alles, was aktuell ist, was einen beschäftigt und bewegt.

37 Prozent der Kiosk-Kunden sind, laut einer Studie, Stammkunden. Es ist "wie eine kleine Familie" sagen Kiosk-Betreiber und Kunden. Hier kennt man sich, man trifft gute Freunde, Vertraute – ein Stück Heimat in der oft anonymen Großstadt. Ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Kunden, ohne Vorurteile oder vorgefertigte Meinungen, ist für die Kiosk-Betreiber ein absolutes Muss. Die meisten sehen sich als Hobby-Psychologen, Seelsorger, Berater und manchmal, wenn die Diskussionen allzu hitzig werden, auch als Vermittler.

So wie Birgit Fuchs, deren Kiosk seit 44 Jahren Anlaufpunkt im Duisburger Dellviertel ist. Seit 16 Jahren gehört das Büdchen nun Birgit. Ihre Kunden sind "ihre Familie", und für die ist sie immer da. Irgendwer braucht immer irgendwas, und das gibt es irgendwie immer bei Birgit. Urlaub hat sie in all den Jahren noch kein einziges Mal gemacht. Ihr Kiosk und ihre Kunden machen sie glücklich, sagt die 51-Jährige.

Glücklich ist auch Vahit Baslik mit seinem Kiosk in Köln-Flittard. Mit neun Jahren kam Vahit mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland. Der Kiosk ist jetzt sein Leben. Seine Frau Nihal und sein Sohn helfen im Laden mit. Ein richtiges Familienunternehmen, sagt der immer fröhliche Vahit. Für seine deutschen Kunden ist Vahits Kiosk ein echter Glücksfall, auch für viele Flüchtlinge ist er Anlaufstelle für Hilfe und Übersetzungen. In Vahits Kiosk gibt es nicht nur Standard-Kioskware - von Klopapier über Tampons und Waschzeug bis hin zu jeglicher Art Lebensmittel und Schreibwaren hat er alles im Sortiment. Was es im Kiosk Baslik nicht gibt, das gibt es auch nicht, sagt Vahit und lacht.

Thomas und Bärbel Tietz feiern mit ihrem "Kiosk 2000" im kommenden Jahr 20. Jubiläum. 1998 haben die Tietzes den Kiosk am Reitbahnviertel in Neubrandenburg übernommen. Um einen Biergarten mit 150 Plätzen wurde er inzwischen erweitert. Zwei Angestellte beschäftigen sie inzwischen, denn der Kiosk hat 364 Tage im Jahr geöffnet. Nur Neujahr bleibt er geschlossen. Ein Leben im Dienst der Kunden.

In dieser "ZDF.reportage" begleiten wir das Leben rund um die drei verschiedenen Kioske. Einmalige Einblicke in das "Seelenleben" der Stadtteile und der Menschen, die dort leben.

Aber das Büdchen bietet für viele mehr als nur Waren. Oft ist es ein Treffpunkt für das ganze Viertel. Hier wird geplaudert, gequatscht und diskutiert – über alles, was aktuell ist, was einen beschäftigt und bewegt.

37 Prozent der Kiosk-Kunden sind, laut einer Studie, Stammkunden. Es ist "wie eine kleine Familie", sagen Kiosk-Betreiber und Kunden. Hier kennt man sich, man trifft gute Freunde, Vertraute – ein Stück Heimat in der oft anonymen Großstadt. Ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Kunden, ohne Vorurteile oder vorgefertigte Meinungen, ist für die Kiosk-Betreiber ein absolutes Muss. Die meisten sehen sich als Hobby-Psychologen, Seelsorger, Berater und manchmal, wenn die Diskussionen allzu hitzig werden, auch als Vermittler.

So wie Birgit Fuchs, deren Kiosk seit 44 Jahren Anlaufpunkt im Duisburger Dellviertel ist. Seit 16 Jahren gehört das Büdchen nun Birgit. Ihre Kunden sind "ihre Familie", und für die ist sie immer da. Irgendwer braucht immer irgendwas, und das gibt es irgendwie immer bei Birgit. Urlaub hat sie in all den Jahren noch kein einziges Mal gemacht. Ihr Kiosk und ihre Kunden machen sie glücklich, sagt die 51-Jährige.

Glücklich ist auch Vahit Baslik mit seinem Kiosk in Köln-Flittard. Mit neun Jahren kam Vahit mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland. Der Kiosk ist jetzt sein Leben. Seine Frau Nihal und sein Sohn helfen im Laden mit. Ein richtiges Familienunternehmen, sagt der immer fröhliche Vahit. Für seine deutschen Kunden ist Vahits Kiosk ein echter Glücksfall, auch für viele Flüchtlinge ist er Anlaufstelle für Hilfe und Übersetzungen. In Vahits Kiosk gibt es nicht nur Standard-Kioskware - von Klopapier über Tampons und Waschzeug bis hin zu jeglicher Art Lebensmittel und Schreibwaren hat er alles im Sortiment. Was es im Kiosk Baslik nicht gibt, das gibt es auch nicht, sagt Vahit und lacht.

Thomas und Bärbel Tietz feiern mit ihrem "Kiosk 2000" 2018 20. Jubiläum. 1998 haben die Tietzes den Kiosk am Reitbahnviertel in Neubrandenburg übernommen. Um einen Biergarten mit 150 Plätzen wurde er inzwischen erweitert. Zwei Angestellte beschäftigen sie inzwischen, denn der Kiosk hat 364 Tage im Jahr geöffnet. Nur Neujahr bleibt er geschlossen. Ein Leben im Dienst der Kunden.

Die "ZDF.reportage" begleitet das Leben rund um die drei verschiedenen Kioske. Einmalige Einblicke in das "Seelenleben" der Stadtteile und der Menschen, die dort leben.

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