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Trödler, Sammler, Schnäppchenjäger

Flohmarktprofis machen Kasse

von Cathrin Leupold

Der Frühling kommt – und damit die Zeit, in der viele Deutsche ausmisten, den Keller leer räumen, sich von Überflüssigem trennen. Und wo geht das besser als auf dem Trödel?

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30 min
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30.04.2020
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UT
Video verfügbar bis 29.04.2021

Die "ZDF.reportage" stellt Menschen vor, die auf Flohmärkten ihre alten Sachen loswerden wollen, und solche, die dort nach den unerkannten Schätzchen suchen, die sich teuer weiterverkaufen lassen.

Trotz eBay und Co. - der Trend zu Flohmärkten ist nach wie vor ungebrochen. Pro Jahr finden - vorsichtig geschätzt - mindestens 30 000 solcher Märkte in Deutschland statt. Auch wenn ein altes Paar Schuhe oder ein Brettspiel einzeln nicht besonders wertvoll erscheinen, kommt in der Summe einiges zusammen: Im Schnitt liegen laut einer Umfrage in den Haushalten Gegenstände im Wert von mehr als 1000 Euro herum. Bares Geld, das unter die Leute gebracht werden will. Die "ZDF.reportage" begleitet eine Familie beim Ausmisten. Was findet sich auf dem Speicher oder im Keller? Schaffen es die Kinder, sich von ihrem einstigen Lieblingsspielzeug zu trennen? Wie viel kommt am Ende zusammen?

Bruno Deutzmann organisiert die Flohmärkte, seine "Veedels-Flohmärkte" in Köln finden mehrmals im Monat in unterschiedlichen Vierteln statt. Er kümmert sich nicht nur um die Verwaltung, sondern hat seine Märkte persönlich fest im Griff. Jetzt im Frühling muss er auf alles vorbereitet sein: "Ist das Wetter trocken, rennen mir die Händler die Bude ein, wenn es regnet, stehe ich nur mit ein paar Hartgesottenen da."

Wer immer kommt, ist die 88-jährige Melanie Kirchenturm. Sie war 70 Jahre alt, als sie mit dem Trödeln angefangen hat. Sie verkauft den Hausrat ihrer fünf Geschwister, die nach und nach starben. Und weil sie selbst seit ein paar Jahren kein Auto mehr fährt, holt Bruno Deutzmann sie und ihre Kisten morgens an der Haustür ab. Ehrensache. "Sie wartet dann schon auf mich", sagt Bruno Deutzmann, "und hat meistens fürs gesamte Flohmarktteam Kaffee oder Brötchen mit dabei."

Tom Udovic aus Bochum wiederum durchstöbert das, was von den Trödlern feilgeboten wird. Der 53-Jährige betreibt "Tom's Corner" in Bochum, einen Vintage-Laden vor allem für Möbel aus den 20er bis 70er Jahren. Der findige Besitzer hat sich im Lauf der vergangenen drei Jahrzehnte ein echtes Fachwissen angeeignet und durchstöbert Flohmärkte vor allem in Holland und Belgien nach immer neuen Stücken für sein Geschäft.

In Bochum kann man aber an den Flohmärkten auch sehen, wie sich eine Region verändert. Gerd T. Pokatzky, genannt "Thomm", betreibt dort einen der ältesten Trödelmärkte im Ruhrgebiet, seit mehr als 40 Jahren macht er das nun schon. Und Thomm sagt, der Markt habe sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert: Inzwischen bieten die meisten Menschen Ausrangiertes an, weil sie auf die kärglichen Einnahmen angewiesen sind. "Früher kamen die Leute noch 'zum Spaß' und weil sie die besondere Atmosphäre des Marktes liebten", so Thomm. Die Veränderung seines Flohmarktes ist auch Spiegel der veränderten sozialen Verhältnisse im Ruhrgebiet, meint Pokatzky.

Die "ZDF.reportage" stellt Menschen vor, die auf Flohmärkten ihre alten Sachen loswerden wollen, und solche, die dort nach den unerkannten Schätzchen suchen, die sich teuer weiterverkaufen lassen.

Trotz eBay und Co. - der Trend zu Flohmärkten ist nach wie vor ungebrochen. Pro Jahr finden - vorsichtig geschätzt - mindestens 30 000 solcher Märkte in Deutschland statt. Auch wenn ein altes Paar Schuhe oder ein Brettspiel einzeln nicht besonders wertvoll erscheinen, kommt in der Summe einiges zusammen: Im Schnitt liegen laut einer Umfrage in den Haushalten Gegenstände im Wert von mehr als 1000 Euro herum. Bares Geld, das unter die Leute gebracht werden will. Die "ZDF.reportage" begleitet eine Familie beim Ausmisten. Was findet sich auf dem Speicher oder im Keller? Schaffen es die Kinder, sich von ihrem einstigen Lieblingsspielzeug zu trennen? Wie viel kommt am Ende zusammen?

Bruno Deutzmann organisiert die Flohmärkte, seine "Veedels-Flohmärkte" in Köln finden mehrmals im Monat in unterschiedlichen Vierteln statt. Er kümmert sich nicht nur um die Verwaltung, sondern hat seine Märkte persönlich fest im Griff. Jetzt im Frühling muss er auf alles vorbereitet sein: "Ist das Wetter trocken, rennen mir die Händler die Bude ein, wenn es regnet, stehe ich nur mit ein paar Hartgesottenen da."

Wer immer kommt, ist die 77-jährige Rentnerin Karin Brand. Erst im Alter hat sie das Trödeln angefangen. Die Rente der ehemaligen Verkäuferin ist nicht so hoch, und den kleinen Zuverdienst kann sie gut gebrauchen. Ihre Ware kriegt sie von Nachbarn und Bekannten geschenkt. Jetzt im Frühjahr freut sie sich, dass die Saison wieder losgeht. Endlich sieht sie die anderen Stammhändler wieder, aber auch das Feilschen mit den Kunden und den Erfolg beim Verkauf hat sie über die langen Wintermonate vermisst. Trödeln ist eben auch ihre Leidenschaft.

Tom Udovic aus Bochum wiederum durchstöbert das, was von den Trödlern feilgeboten wird. Der 53-Jährige betreibt "Tom's Corner" in Bochum, einen Vintage-Laden vor allem für Möbel aus den 20er- bis 70er-Jahren. Der findige Besitzer hat sich im Lauf der vergangenen drei Jahrzehnte ein echtes Fachwissen angeeignet und durchstöbert Flohmärkte vor allem in Holland und Belgien nach immer neuen Stücken für sein Geschäft.

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