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Zwischen Baum und Borkenkäfer

Einsatz im kranken Wald

von Felix Krüger

Tote Wälder, abgestorbene Bäume: "Wie nach einem Atomkrieg!", so beschreiben Wanderer im Harz ihre Eindrücke, die sie beim Aufstieg auf den Brocken, gesammelt haben.

30 min
30 min
16.12.2019
16.12.2019
UT
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Video verfügbar bis 13.12.2020

Von der größten Krise des Deutschen Waldes sprechen Fachleute. Weit über 200 000 Hektar, ein Gebiet dreimal so groß wie Hamburg, ist in Deutschland jetzt schon von Dürre, Hitze und Borkenkäfer gezeichnet.

Das jetzige Waldsterben sei viel umfangreicher als der vom sauren Regen verursachte Waldkollaps der 80er-Jahre. Wie dieses Sterben gestoppt werden soll, ist zurzeit nicht klar.

Ausbleibender Regen und Stürme haben die Bäume zwischen Harz und Hunsrück so geschwächt, dass sie dem Borkenkäfer bisweilen schutzlos ausgeliefert sind. Im Kampf gegen diesen kleinen Schädling ist sogar schon die Bundeswehr im Einsatz. Unter anderem im Osterzgebirge waren bereits Kolonnen von Soldaten mit Schäleisen in den Wäldern unterwegs, um die Forstleute im Borkenkäfer-Abwehrkampf zu unterstützen.

Waldbesitzer Jörg von Beyme im südlichen Sachsen-Anhalt sieht sich in einer existenziellen Krise. Nicht nur, dass ein Teil seines etwa 700 Hektar großen Waldes unter Stürmen und Dürre zusammengebrochen ist. Selbst besonders wehrhaft geltende Laubbäume wie Buchen müssen reihenweise notgefällt werden. Doch wohin mit dem ganzen Holz?

Die Bemühungen, vom Wald noch zu retten, was zu retten ist, sind vielfältig. Aus Sorge um den wertvollen Rohstoff lassen viele Waldbesitzer mit Hochdruck Fichten und Buchen fällen.

Revierförsterin Anne-Sophie Knop aus dem Soonwald sieht im Anbau von Monokulturen eine der Ursachen für die Krise des Waldes. Sie will mit Neupflanzungen und mehr Vielfalt gegensteuern. Etliche Forstbetriebe haben bereits vor Jahrzehnten begonnen, Mischwald zu pflanzen. Wo alte Fichtenbestände sterben, wächst junger Wald heran. Eine Hoffnung besteht darin, dass sich der junge Wald von heute besser an häufigere Dürrejahre anpassen kann.

Die Reportage erzählt von Menschen, die dem Waldsterben auf unterschiedlichste Art begegnen und es aufzuhalten versuchen. Zwischen Wiederaufforstung und "Natur, Natur sein lassen" zeigt der Film Strategien zwischen Hoffnung und Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen.

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