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Abriss, Rauswurf, Mieter in Not

Albtraum Wohnen

Doku | ZDFinfo Doku - Abriss, Rauswurf, Mieter in Not

Unser Zuhause sollte ein Ort der Zuflucht und Geborgenheit sein. Einbrüche, explodierende Mieten oder unhaltbare Zustände in den Häusern machen Wohnen jedoch zum Wut-Thema.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.11.2019, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Doch auch Vermieter haben oft Grund zum Verzweifeln, zum Beispiel wenn Mietnomaden große Schäden anrichten oder Immobilien dauerhaft leer stehen und abgerissen werden müssen. Gibt es neue Lösungen für Mieter und Eigentümer?

Kündigungen, Drohungen und Schikanen

Verzweifelt und wütend sind die Mieter der Habersaathstraße 40-48 in Berlin. Seit vor zwei Jahren die Wohnungsbaugesellschaft Arcadia Estates die Immobilie mit 106 Wohnungen gekauft hat, erleben die Bewohner einen gnadenlosen Verdrängungskampf.

Mit fristlosen Kündigungen, Drohungen und Schikanen aller Art sollen hartnäckige Mieter mürbe gemacht und zum Auszug bewegt werden. Das Ziel der neuen Eigentümer: Entmietung, Luxussanierung, Neuvermietung. Doch in Berlin wie auch in anderen Ballungszentren wehren sich immer mehr Bewohner gegen die aus ihrer Sicht ungerechte Entmietung: mit Demos, Medienkampagnen und aktivem Widerstand.

Umgestaltung des städtischen Raums

Ein ganz anderes Bild bietet sich in Altena im Sauerland. In der Stadt mit 17 000 Einwohnern stehen seit Jahren ganze Straßenzüge leer, weil immer mehr Bürger abgewandert sind.

Der Erhalt der ungenutzten Wohnungen wurde über die Jahre so teuer, dass sich die Eigentümergesellschaft in Absprache mit dem Bürgermeister Andreas Hollstein dazu entschloss, die Gebäude abzureißen. Gemeinsam plant man nun eine Umgestaltung des städtischen Raums, um Altena für alle Einwohner attraktiver zu machen.

Vermieterleid und Tiny Houses

Im hessischen Baunatal hat Rosemarie Bugiel ein ganz anderes Problem: Ihre Mieter zahlen nicht mehr. Für die Rentnerin ein Riesenproblem, denn die Vermietung der Wohnung sollte ihre finanzielle Alterssicherung sein. Doch inzwischen sind über 4.000 Euro Schulden aufgelaufen. Vom Mieter wird die alte Dame ständig angepöbelt. Ein Gericht hat die Räumung verfügt, aber Frau Bugiel traut sich nicht zu hoffen.

Mit einem völlig neuen Wohnkonzept erwecken Philipp Sanders und Stefanie Beck großes Interesse. Im oberfränkischen Mehlmeisel errichtet das junge Paar gerade ein ganzes Wohnviertel aus sogenannten „Tiny Houses“. Diese Mini-Häuser sind mit einer Wohnfläche von ca. 50 Quadratmeter vergleichsweise winzig, aber bis ins Detail durchdacht.

Die geringe Hausgröße veranlasst dazu, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Rentner sind von dem bewusst reduzierten Angebot genauso begeistert wie junge Familien und Singles. Der Preis von ca. 40.000 Euro für ein fertig ausgebautes Haus macht dieses neue Konzept zusätzlich attraktiv.

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