Brandbomben und Beifall - Herbst '91 in Deutschland

Geschichte treffen

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Herbst 1991 in Deutschland: Neonazis werfen Steine, Flaschen und Molotowcocktails auf Ausländerheime und Asylunterkünfte – und Bürger klatschen Beifall.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.06.2018, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2016

Tagelang belagern radikale Rechte in Hoyerswerda Ausländerunterkünfte, zerstören Scheiben und Autos, versuchen die Gebäude in Brand zu setzen und grölen ausländerfeindliche Parolen – vor den Augen der Polizei und der angereisten Kamerateams.

Nach fünf Tagen Pogromstimmung, in denen die Polizei die Situation nicht unter Kontrolle bekommt, werden die ausländischen Bewohner mit Bussen aus der Stadt gebracht. Die gerade wiedervereinigte Bundesrepublik blickt fassungslos nach Hoyerswerda in Sachsen. Hoyerswerda löst einen Flächenbrand aus. An vielen Orten in Deutschland brennen Anfang der 90er Jahre Ausländerunterkünfte.

25 Jahre nach den Anschlägen fragt Wolf-Christian Ulrich, was sich damals dort abspielte, wo die Ursachen für Wut, Hass und Frustration lagen. Wieso die Polizei so spät reagierte. Und angesichts der aktuellen Anschläge auf Flüchtlingsheime, ob sich Geschichte wiederholt.

Der ehemalige sächsische Innenmister Heinz Eggert sagt dazu: "Es gibt einen Unterschied: nämlich, dass es heute kalkulierter und organisierter ist. Es war damals ein unorganisierter Ausbruch, soweit ich das in Erinnerung habe, der aber dadurch dann so eruptiv und so gefährlich geworden ist, weil der Normalbürger daneben stand und klatschte."

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