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Fernsehen in der DDR

Sandmann, Propaganda und ein Kessel Buntes

Das Fernsehen der DDR war fest in der Hand der Regierungspartei SED. Als Massenmedium dieser Partei unterlag es einer ständigen Kontrolle und Anleitung durch Parteifunktionäre.

44 min
44 min
07.06.2019
07.06.2019
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.09.2021, in Deutschland

Da aber auch der Klassenkampf mal eine Pause brauchte, gab es neben Propagandasendungen auch kuriose und unterhaltende Formate. Die Dokumentation stellt die sieben kuriosesten Sendungen des Ost-Fernsehens und ihre Macher vor.

Tabu-Wörter und frisierte Abspänne

Jeden Donnerstag fand im Zentralkomitee in Ostberlin-Mitte eine fast militärische Anleitung für die Medien-Chefredakteure statt. Wöchentlich wurde bis zum Komma festgeschrieben, was über den Sender ging und wie es gesagt werden soll. So durften einmal keine Bockwürste mehr erwähnt werden, weil es keine mehr zu kaufen gab. Ein anderes Mal waren keine Eier mehr da, prompt mussten sie aus dem TV-Vokabular verschwinden oder nur noch als gesundheitsschädigend gezeigt werden. Oder ein bekannter Schauspieler ist in den Westen gegangen, sofort wurden die Filme mit ihm in den Keller verbannt und sämtliche Abspänne frisiert.

Wenige der DDR-Sendungen sind noch heute auf dem Schirm. Für viele kam das Aus gleich nach der Wende.

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