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Die Investmentbank Lehman Brothers

Firmen am Abgrund

Am 15. September 2008 meldet Lehman Brothers in New York Konkurs an. Es ist das Ende einer ruhmreichen, mehr als 150-jährigen Geschichte.

Beitragslänge:
42 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 08.11.2020, in Deutschland

Missmanagement, Fehlkalkulationen oder falsche Risikoeinschätzungen treiben immer wieder Firmen in den Ruin. ZDFinfo erzählt in der vierteiligen Reihe "Firmen am Abgrund" vom riskanten Aufstieg und ruinösen Zusammenbruch einstiger Weltunternehmen.

Lehman Brothers hat zum Zeitpunkt der Pleite eine Schuldenlast von über 600 Milliarden US-Dollar. Aber nicht allein die amerikanische Finanzwelt wird schwer getroffen. Durch die globale Vernetzung der Finanzwelt verlieren weltweit Anleger ihr Erspartes. In Singapur etwa stehen mehr als 500 Investoren von heute auf morgen vor dem Nichts. Wie konnte es zu dieser Pleite kommen? Vor allem: Könnte es ein zweites Mal zu einer solchen Katastrophe kommen?

Auf der Jagd nach dem billigen Geld gestürzt

Seit 2005 werden auf den asiatischen Märkten neuartige Produkte gezielt für private Kleinanleger angeboten: sogenannte Minianleihen. Dem Kunden verspricht man hohe Gewinne und maximale Sicherheit. Doch was tatsächlich dahinter steckt, ist für die meisten nicht ersichtlich.

Viele dieser Anleihen sind mit amerikanischen Banken wie etwa Lehman Brothers verknüpft. Diese Banken wittern Anfang des Jahrtausends das große Geschäft, als die amerikanische Notenbank die Zinsen massiv senkt. Durch das "billige Geld" wird Amerikanern suggeriert: Auch du kannst dir deinen Traum vom eigenen Zuhause erfüllen. Kredite werden schnell vergeben. Ohne zu fragen, ob der Kunde wirklich solvent ist. Gebündelt werden diese Hypotheken als "sichere Anleihen" angeboten. Doch die Hauspreise in den USA fallen und aus sicheren Anleihen werden faule. Das erschütterte die Finanzwelt weltweit. Am Ende muss Lehman Brothers Konkurs anmelden. Und tausende Kleinanleger weltweit stehen vor dem Ruin.

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