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Japan und die Juden

Zwischen Faszination und Terror

Japan und die Juden – entfernter können Kulturen kaum sein. Dennoch verbindet beide Völker eine lange, geheimnisvolle und kaum bekannte Geschichte, die sich bis in die heutige Zeit zieht.

44 min
44 min
19.12.2020
19.12.2020
Video verfügbar bis 19.12.2022

Das ostasiatische Kaiserreich und das "auserwählte Volk" der Juden: Schon vor Jahrhunderten glauben westliche Missionare, Nachkommen versprengter jüdischer Stämme in Japan gefunden zu haben. Sogar Kaisertum und Shinto-Religion sollen aus dem Judentum stammen.

Zwischen Antisemitismus und gelobtem Land

Anfang des 20. Jahrhunderts ist das Verhältnis zwischen Japan und den Juden sehr ambivalent. Obwohl es kaum Juden in Japan gibt, finden sich im diplomatischen Archiv des Außenministeriums in Tokio Aktenbände mit dem Titel: "Das Judenproblem".

Im Zweiten Weltkrieg ist Japan einerseits Verbündeter von Nazideutschland, andererseits gewährt das Land jüdischen Flüchtlingen und Kulturschaffenden Schutz, rettet Juden das Leben, plant zeitweilig sogar ein jüdisches Schutzgebiet auf japanischem Boden.

Nach dem Krieg wird das Verhältnis immer wieder diskutiert, mal positiv, mal antisemitisch. Gewalt gegen Juden gibt es kaum, bis auf den Terroranschlag der japanischen Rote Armee Fraktion in Tel Aviv 1972. Einen judenfeindlichen Hintergrund hat der Giftgasanschlag der Weltuntergangssekte Aum Shinrikyo 1995 in der Tokioter U-Bahn. Deren Anführer glaubte an antisemitische Verschwörungstheorien.

Der Film erzählt die spannende und bislang weitestgehend unbekannte Geschichte der Beziehung Japans zu den Juden zwischen Faszination und Terror.

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