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Knochenjobs und Hungerlöhne - Lohnsklaven in Deutschland?

Die deutsche Politik ist stolz auf die anhaltend niedrigen Arbeitslosenzahlen. Die Kritik wird aber lauter, dass sich dahinter nur ein wachsender Niedriglohnsektor verbirgt.

44 min
44 min
16.10.2020
16.10.2020
Video verfügbar bis 15.11.2021

Sie arbeiten in der Fleischerei, im Trockenbau, in der Reinigung oder liefern Essen aus - oft mehr als 40 Stunden die Woche. Trotzdem verdienen sie häufig zu wenig, um ihr Leben davon bestreiten zu können.

Schuften im Niedriglohnsektor

In der Dokumentation "Knochenjobs und Hungerlöhne - Lohnsklaven in Deutschland?" begleitet ZDFinfo Menschen, die jeden Monat bangen müssen, ob das Gehalt zum Leben reicht. Politik und Gesellschaft blicken jedoch mit unterschiedlichen Perspektiven auf den Niedriglohnsektor: Für die einen ist er ein Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg und eine gute Einstiegsmöglichkeit für Geringqualifizierte. Andere sprechen von moderner Lohnsklaverei.

Eigentlich sollte der Mindestlohn dafür sorgen, dass sich Arbeit für Menschen lohnt, doch es gibt Schlupflöcher. Zum Beispiel in der Paketbranche. Hier gehört es laut Gewerkschaftern zum Geschäft, dass die Fahrer mehrere Stunden täglich umsonst arbeiten, aus Angst, den Job zu verlieren. Auch im Baugewerbe gibt es Lohndumping und Missbrauch.

Schwarzarbeit und Arbeiterstriche

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, eine Einheit des deutschen Zolls, hat die Aufgabe, die schwarzen Schafe zu finden, die weniger als den gesetzlichen Mindestlohn bezahlen. Die Zollbeamten haben auch die sogenannten Arbeiterstriche im Visier - Treffpunkte, die man in nahezu allen deutschen Großstädten findet, an denen vorwiegend südosteuropäische Arbeitsmigranten auf Arbeitgeber warten, die ihnen Tagelöhner-Jobs anbieten. Die amtierende Bundesregierung hat erkannt, dass sie hier reagieren muss.

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