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Kolumbien - Wem gehört der Frieden?

In Kolumbien herrscht seit 2016 Frieden zwischen der Regierung und den FARC-Rebellen. Doch bis heute ist das Land von den Folgen des Bürgerkrieges und extremer sozialer Ungleichheit gezeichnet.

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.12.2019, in Deutschland, Österreich, Schweiz

Auf der einen Seite stehen die wirtschaftlichen und politischen Eliten, die den Status quo aufrechterhalten wollen, auf der anderen Seite arme Bauern und Aktivisten, die soziale Reformen anstreben. Der Film dokumentiert diesen dramatischen Konflikt.

Ein historisches Friedensabkommen

2016 ist das Jahr, das in die kolumbianischen Geschichtsbücher eingehen wird. Nach einem rund 50 Jahre währenden Bürgerkrieg sind die Kampfparolen verhallt, und eine politische Lösung scheint gefunden: Die revolutionären Streitkräfte der marxistischen FARC-Guerilla und die Regierung beschließen, ein historisches Friedensabkommen zu unterzeichnen - vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

Nicht nur die bewaffnete Auseinandersetzung, sondern auch die soziale Ungleichheit hätte damit beendet werden können. Ein landesweites Referendum Anfang Oktober 2016 soll der Regierung die demokratische Legitimation dafür erteilen. Die Zustimmung gilt als sicher. Doch dann geschieht das Unglaubliche: Die kolumbianische Bevölkerung lehnt das Abkommen mit den FARC-Rebellen ab - mit einer hauchdünnen Mehrheit.

Das ist ein Schock für das südamerikanische Land, in dessen Bürgerkrieg mindestens 220 000 Menschen getötet und sechs Millionen vertrieben wurden. Selbst der Friedensnobelpreis, den der amtierende Präsident Juan Manuel Santos nur einige Tage später verliehen bekommt, ändert nichts. Nach landesweiten Demonstrationen von Studierenden wird im November 2016 schließlich ein neuer, überarbeiteter Friedensvertrag unterzeichnet.

Ein Schritt zurück?

Der Filmemacher Uli Stelzner hat die dramatischen Ereignisse im Jahr 2016 und den schwierigen Prozess der Umsetzung des Abkommens begleitet.

Im Juni 2018 gewinnt der rechtskonservative Kandidat Iván Duque die Präsidentschaftswahlen gegen den Kandidaten der linken Bewegung, Gustavo Petro, der sich die konsequente Umsetzung des Friedensabkommens auf die Fahne geschrieben hatte. Duque hingegen steht für eine Änderung in wichtigen Punkten und könnte so die Ex-Rebellen der FARC zurück in den Untergrund treiben. Auch beim Prozess der Nachkriegsjustiz gibt es noch viele Probleme. Denn nur eine kleine Gruppe von Soldaten und Offizieren wurde bisher wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt.

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