Tatort Internet - Plattform der Betrüger

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Mehr als zwei Stunden täglich verbringen die Deutschen im Netz, jüngere sogar doppelt so viel. Kein Wunder, dass auch Betrüger bevorzugt im Internet nach ihren Opfern suchen.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.12.2018, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

Ob shoppen, kommunizieren, spielen oder Urlaub planen – alles geht heute online und mobil. Ein unkritischer Blick der Verbraucher auf vermeintlich unschlagbare Angebote oder Schnäppchen erleichtert den Betrügern im Netz das Handwerk.

Ob Jobsuche oder Urlaubsangebote

Im September 2016 ist Rembert F. aus Offenburg im Internet auf Jobsuche. Der 67-Jährige will mit Heimarbeit seine knappe Rente aufbessern. Doch das vermeintlich attraktive Angebot auf Provisionsbasis bringt den Rentner an den Rand der Privatinsolvenz. Ohne es zu wissen, hat er sich bei seinem Nebenjob der Geldwäsche strafbar gemacht.

Wer wie Simone Falk den Geburtstag auf Mallorca feiern möchte und im Netz dafür ein Ferienhaus bucht, sollte sich die Vermittlungsagentur besonders genau anschauen. Begeistert von den schönen Fotos und einem supergünstigen Preis, überwies die Zugbegleiterin wie gefordert sogleich den kompletten Betrag. Zwar erhielt sie daraufhin einen Vertrag, doch danach war die Agentur nicht mehr erreichbar, das Haus vor Ort nicht verfügbar. Ihren Geburtstag verbringt Simone deshalb mit der Suche nach den Betrügern.

Wahre Liebe und billige Bahntickets

Liebesbetrug ist im Internet besonders einfach. Denn bei vielen Dating-Portalen chatten sogenannte Internet-Kontaktmarkt-Schreiber, oder abgekürzt IKM-Schreiber, mit gefälschten Profilen mit den Kontaktsuchenden. Die attraktive 33-jährige Melanie kann also durchaus Horst heißen und weit über 50 sein. Die "Ausbildung" zum IKM-Schreiber erfolgt online, bezahlt wird auf Provisionsbasis. Der Dumme ist bei diesem Geschäftsmodell derjenige, der noch an die wahre Liebe glaubt.

Auf günstige Reise- oder Mitfahrgelegenheiten sind besonders Geringverdiener, Studenten oder Rentner erpicht. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Tickets der Deutschen Bahn auf anderweitigen Plattformen zu Dumpingpreisen angeboten werden. Dahinter steckt oft eine gewerbsmäßige Betrugsmasche, die mit gestohlenen Kreditkartendaten arbeitet. 2016 wurde einer der "erfolgreichsten" Bahnkarten-Betrüger zu einer Haftstrafe verurteilt. Doch das Geschäft mit den illegalen Tickets geht weiter.

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