Überführt: Der Bandenboss Hadida

Dokumentation | ZDFinfo doku - Überführt: Der Bandenboss Hadida

Raub, Schlägereien, schwere Körperverletzung - die Liste der Straftaten von Ibrahim Al-Khalil, genannt "Hadida", ist lang. Joe Bausch will wissen, wie er auf die schiefe Bahn geriet.

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.12.2016, 18:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2016
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Ibrahim Al-Khalil fiel bereits im Alter von sechs Jahren wegen Raubdelikten und Schlägereien auf. Mit 14 wurde er wegen schwerer Körperverletzung zu sieben Jahren Haft verurteilt. Joe Bausch, bekannt als Gerichtsmediziner aus dem Kölner Tatort und im wahren Leben Gefängnisarzt, besucht mit dem Neuköllner „Gangsta“ unter anderem die Justizstrafanstalt Plötzensee, in der er sechs Jahre und neun Monate einsaß. Er will erfahren: Wie gerät ein so junger Mensch auf eine derart schiefe Bahn? Verwandte, Opfer und Weggefährten von Al-Khali unterstützen ihn vor Ort in Neukölln bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage.

Von kleinen Diebstählen zu brutalen Raubzügen

Hadida: Das bedeutet „Eisen“. So lautete der Spitzname von Ibrahim Al-Khalil lange Jahre – weil er als so „eisenharter Kerl“ in Berlin Angst und Schrecken verbreitete. Und das, noch bevor er seine volle Körpergröße erreichte. Er hat fast ein Drittel seines Lebens im Gefängnis neben Vergewaltigern, Mördern und Totschlägern gelebt. Seine Jugend verbrachte der heute 24-jährige in der Jugendstrafanstalt.

Angefangen hat alles mit kleinen Diebstählen an der Schule – Kakao, Stifte, Süßigkeiten. Schnell lernt der Junge: alles, was seine Familie sich nicht leisten kann, nimmt er sich einfach selber. Wenn jemand über ihn lacht, schlägt er zu. So verschafft er sich in seinem Kiez auf der Straße schnell Respekt. Aus kleinen Diebstählen werden brutale Raubzüge im großen Stil. Fast jeden Tag zieht er mit seinen Freunden los und überfällt Menschen und Geschäfte. Sein Fußballtalent ignoriert er: Er will den schnellen „Erfolg“: Als Kopf der Neuköllner Killerboys, einer der gefährlichsten Jugend-Banden. Höher, schneller, weiter – gefährlicher, brutaler, skrupelloser. Er wollte, dass die ganze Stadt von ihm spricht. Das führt ihn in den Knast.

Seit drei Jahren ist Ibrahim wieder draußen und versucht sich nun als Theater- und Filmschauspieler ein Leben außerhalb der Kriminalität aufzubauen. Wie stehen seine Chancen auf einen Leben jenseits der Kriminalität? Joe Bausch forscht nach.

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