Wie die DDR wirklich war

Der Alltag in der Deutschen Demokratischen Republik

Dokumentation | ZDFinfo doku - Wie die DDR wirklich war

Von FDJ bis FKK: Die zweiteilige Dokumentation wagt eine neue Sicht auf das Leben ind er DDR. In der ersten Folge werden die Themen Mangelwirtschaft und Urlaub in der DDR ganz privat betrachtet.

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.01.2017, 08:15
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2013
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Fast ein Vierteljahrhundert ist seit der Wende vergangen, die Geschichte der DDR ist tausendmal erzählt. Die vierteilige Dokumentation wagt eine neue Sicht und zeigt das Leben der Menschen mit deren eigenen Bildern, eigenen Worten und eigenen Geschichten.

Um Urlaub, Familie und Kindheit in der DDR geht es im ersten Teil mit dem Titel "Von FDJ bis FKK". Anfang der 60er Jahre war es in der DDR noch verpönt und offiziell verboten, sich hüllenlos zu zeigen. Wenige Jahre später waren entlang der Ostseeküste mehr als 50 Kilometer Badestrände für Nacktbader freigegeben. Der Film zeigt überzeugte FKKler, Ostsee-Camper und Urlauber, die privat, vor allem aber staatlich organisiert verreisten. Auch über FDJ-Aktivitäten und die Jugendweihe gibt es private Aufnahmen von Hobbyfilmern. Zeitzeugen berichten von der Zwickmühle zwischen Kollektivzwang und Gemeinschaftserlebnis.

Erfinderisch und kreativ

Im zweiten Teil "Von Schlange stehen bis Selbernähen" geht es darum, wie erfinderisch und kreativ die DDR-Bürger der Mangelwirtschaft trotzten, und wie mit Tauschhandel, Tüfteleien und Erfindungsgeist so manche Lücke gestopft wurde. Da wurde ein Surfbrett nachgebaut aus abenteuerlichen Materialien und dem, was aus dem Westen kam: Rund 25 Millionen Pakete wurden von 1961 bis zum Ende der DDR vom Westen in den Osten geschickt. Der Film berichtet von der Improvisationskunst der Menschen und den wahren kleinen Alltagsgeschichten im Sozialismus.

Der dritte Teil nimmt die Musikkultur der DDR unter die Lupe. Die Jugendlichen liebten das Tanzen und die "Schallplattenunterhalter" hatten einige Tricks, um den westlichen Musikgeschmack der Masse zu befriedigen - trotz aufgelegter Quote von 60% Liedern aus der sozialistischen Umgebung. Die Punk-Bewegung wurde geduldet, allerdings wurden die Abweichler konsequent überwacht.

Die Kaderschmieden

Der letzte Teil berichtet von den Kaderschmieden der DDR, die Spitzensportler hervorbringen sollte. Die Athleten wurden vom System benutzt, doch gleichzeitig hatten sie Privilegien, die der Normalbürger nicht hatte. Das mussten sie jedoch mit Abschottung von der Familie und Ermunterung zum Doping bezahlen. Auch im normalen Schulunterricht wurden die Kinder indoktriniert.

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