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Die Suche nach den verlorenen Söhnen

Soldaten im Schützengraben im Ersten Weltkrieg

Doku | ZDFzeit - Die Suche nach den verlorenen Söhnen

Der Bauer Hermann Kortüm hat gerade erst geheiratet, als er 1914 in den Krieg ziehen muss. Fortan schreibt er seiner Frau fast jeden Tag - seine Briefe geben Einblicke in die Gedanken und Gefühle eines einfachen Soldaten.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFinfo, 21.02.2016, 09:40 - 10:25
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2014

Es sind Fundstücke wie diese, die am Anfang der filmischen Erkundungsreise stehen, bei der sich die Autoren auf eine bewegende Spurensuche begeben: 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs spürt die Dokumentation Etappe für Etappe dem Schicksal junger Menschen nach, die 1914 bis 1918 das Grauen der Schlachtfelder erleben und von denen viele nicht zurückkehren. Entscheidende Momente ihres Weges entlang der Front im Westen werden szenisch rekonstruiert und in das historische Geschehen eingebettet.

Neben Briefen und persönlichen Unterlagen bietet ein besonderer Archivbestand die seltene Chance, den opferreichen Weg jener Kampfeinheit nachzuvollziehen, der auch Hermann Kortüm angehörte: Das deutsche Infanterie-Regiment Nr. 56 steht exemplarisch für über 300 andere vergleichbare Truppenverbände jener Zeit. Eine einmalige Sammlung von Unterlagen und hunderten Glasplattenfotos im Stadtarchiv der ehemals preußischen Garnisonsstadt Wesel wird zum Ausgangspunkt der Spurensuche - auch nach den "verlorenen Söhnen" dieser Stadt.

Einen besonders beklemmenden Fund machten Schlachtfeld-Archäologen an einer früheren Frontlinie im Elsass. Dort wurden bei Bauarbeiten die sterblichen Überreste von 21 deutschen Soldaten entdeckt, die am 18. März 1918 in einem Stellungssystem verschüttet worden waren. Der Film zeigt, wie französische Archäologen die Toten bergen, und die letzten Stunden der Soldaten werden rekonstruiert. Weitere Recherchen führen zu den Namen der Verschütteten. Nach fast 100 Jahren treffen die Autoren die Nachfahren, für die damit ein trauriges Kapitel ihrer Familienhistorie seinen Abschluss findet.

In der Geschichte "von unten" spiegeln sich die traumatischen Folgen jenes Epochenbruchs im frühen 20. Jahrhundert, die noch immer fortwirken.

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