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Corona - Pandemie ohne Ende?

Fakten mit Hendrik Streeck

von Kajo Fritz

Der Virologe Hendrik Streeck nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine Reise in die geheimnisvolle und gefährliche Welt der Viren.

43 min
43 min
16.03.2021
16.03.2021
UT - DGS
UT - DGS
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.03.2022

Auf schmerzhafte Weise führt uns die Corona-Pandemie seit Januar 2020 vor Augen, dass ein winziges, bis vor Kurzem unbekanntes Virus plötzlich und unerwartet zu einer globalen Gefahr werden kann – für unsere Gesundheit, unsere Freiheit, unseren Wohlstand. Der Klimawandel und die Globalisierung tragen dazu bei, dass die Gefahr von Pandemien wächst und der Kampf gegen gefährliche Viren in Zukunft zu den größten Herausforderungen gehören wird.

Hendrik Streeck ist Professor für Virologie und Direktor des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn.
Virologe Hendrik Streeck in Gangelt: Dort entwickelte sich 2020 der erste Hotspot in Deutschland.
Quelle: dpa

Prof. Hendrik Streeck erklärt, was wir über das Coronavirus und seine Ausbreitung inzwischen gelernt haben, welche Viren noch auf uns warten und wie wir uns gegen kommende Pandemien besser schützen können. Die Dokumentation blickt hierfür auch zurück auf die Karnevalssitzung von Gangelt im Landkreis Heinsberg im Januar 2020, durch die sich der erste Corona-Hotspot in Deutschland entwickelt. Der folgenschwere Abend wird auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse anschaulich nachgestellt, ergänzt durch Aussagen von Beteiligten und ein bislang unveröffentlichtes Original-Video aus der Halle.

Virologe Streeck untersuchte Corona-Hotspot Heinsberg

Für die Wissenschaft ist das Ereignis ein ideales Forschungsfeld. Die erste "Heinsberg-Studie" von Hendrik Streeck und seinem Team liefert in der Frühphase der Pandemie entscheidende Erkenntnisse zur Infektionssterblichkeit und zum Ansteckungsgeschehen. Die Dokumentation liefert zudem erste Ergebnisse der Folgestudie "Heinsberg 2", die sich unter anderem mit der Frage der Immunität befasst.

Auf der Insel Riems in Mecklenburg-Vorpommern liegt das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.
Im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems wird eine Vielzahl gefährlicher Erreger untersucht, die vom Tier auf den Menschen überspringen könnten.
Quelle: dpa

Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit ist es gelungen, so schnell wirksame Impfstoffe gegen ein Virus zu finden wie im Fall von SARS-CoV-2. Doch während die Hoffnung größer wird, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, richtet sich der Blick nach vorn: Welche Gefahren warten in Zukunft auf die Menschheit? Ein Besuch im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems liefert Antworten. Unter Hochsicherheitsbedingungen untersuchen die Wissenschaftler*innen hier, wie Viren vom Tier auf den Menschen überspringen und wie hoch die Gefahr dieser sogenannten Zoonosen ist.

Klimawandel begünstigt Krisen wie die Corona-Pandemie

Auch der Klimawandel trägt dazu bei, dass die Pandemie-Gefahr wächst. Aus tropischen und subtropischen Gebieten importieren exotische Mücken, die nach und nach in Europas Süden heimisch werden, etwa das West-Nil-Virus und das Zika-Virus. Auftauende Permafrostböden bringen jahrhundertelang im Eis eingeschlossene Erreger wieder ans Tageslicht – mit unvorhersehbaren Folgen.

Ein Kadaver der ausgestorbenen Art Wollnashorn kam durch schmelzende Permafrostböden 2020 in Sibirien zum Vorschein.
Schmelzender Permafrost hat 2020 den mumifizierten Kadaver eines Wollnashorns in Sibirien hervorgebracht. In alten Kadavern befindliche totgeglaubte Erreger können so wieder in Umlauf geraten.
Quelle: AP

Zudem gelangen Viren durch das immer engmaschigere Netz unserer Transport- und Verkehrswege aus den entferntesten Winkeln der Erde in Windeseile auch in deutsche Metropolen und verbreiten sich von dort aus weiter. Keine Regierung kann die Gefahr, die von Viren ausgeht, allein in den Griff bekommen. Das hat Corona deutlich gezeigt. Eine Bilanz, die auch der deutsche Arzt Dr. Bernhard Schwartländer von der WHO zieht.

Stab

  • Kamera - Daniel Faigle, Andreas Linde
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