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Die Tricks der Lebensmittelindustrie

Turbo-Salami, Tütensuppen & Co.

Doku | ZDFzeit - Die Tricks der Lebensmittelindustrie

Wie gelingt es der Industrie, Lebensmittel mit möglichst wenig Zeit- und Kostenaufwand herzustellen? Und wie sehr leidet dabei die Qualität? Branchen-Insider Sebastian Lege klärt auf.

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.09.2018, 09:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

Schnell und billig

Zeit ist Geld, auch beim Essen. Da sind sich Kunden und Hersteller einig. Die einen wollen eine schnelle Mahlzeit für wenig Geld, die anderen möglichst viel Geld verdienen. Teils simple, teils ausgebuffte Tricks sorgen dafür, dass beide Seiten auf ihre Kosten kommen.

Trotz des Bio-Trends regiert in Deutschland vor allem ein zeitloses Duo: schnell & billig. Kein Wunder also, dass sich zum Beispiel Tiefkühlgerichte nach wie vor ungeheuer gut verkaufen: Rund 3300 Millionen Kilogramm davon verputzen wir Deutschen durchschnittlich pro Jahr, das sind knapp 41 Kilogramm pro Kopf. Heutzutage kommen doppelt so viele Tiefkühllebensmittel auf den Tisch wie noch 1985 - vor allem, weil Hektik und Zeitnot den Alltag bestimmten, sagen Verbraucher in Umfragen. Hinzu kommen Fertiggerichte aus der Konserve. Von Königsberger Klopsen über Rouladen bis zu Klassikern wie Dosenobst und -gemüse. Außerdem beliebt - auch am Arbeitsplatz - sind Tütensuppen oder Mikrowellengerichte.

Das Angebot ist riesig, die Konkurrenz hart und der Kunde preisbewusst. Für Hersteller eine echte Herausforderung, auf diesem umkämpften Markt zu bestehen. Wie schaffen es die Anbieter, immer neue preisgünstige Nahrungsmittel zu entwickeln, die möglichst schnell verzehrfertig sind und auch noch gut schmecken? Sie greifen tief in die Schubladen von Chemie, Physik und Psychologie und nutzen teils kuriose, teils simple Tricks.

Die Geheimnisse von Turbo-Salami & Co.

Produktentwickler Sebastian Lege kennt die Tricks der Lebensmittelindustrie. Für ZDFzeit nimmt er die industriellen Gaumenfreuden genauer unter die Lupe. Und er demonstriert, was das Motto „Zeit ist Geld“ zum Beispiel bei der Salami-Herstellung bedeutet. Künstliche sogenannte „Reifebeschleuniger“ verkürzen die Produktionszeit so drastisch, dass traditionelle Metzger nur den Kopf schütteln. Doch schmeckt die Turbo-Wurst deshalb wirklich schlechter als eine ordentlich lang gereifte und luftgetrocknete Salami? Und warum haben Kartoffeln in Fertiggerichten oft eine besonders gelbe Farbe oder einen seltsamen Beigeschmack?

Experimente im Testlabor, Geschmackstests auf der Straße und Besuche bei industriellen Herstellern illustrieren, welche Tricks dafür sorgen, dass wir schnell und preiswert satt werden - und welcher üble Beigeschmack dabei manchmal bleibt.

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