ZDFzeit: Wie gerecht sind unsere Steuern?

Der große Check

"ZDFzeit: Wie gerecht sind unsere Steuern - Der große Check": Steuerbeamter am Schreibtisch.

Dokumentation | ZDFzeit - ZDFzeit: Wie gerecht sind unsere Steuern?

Über 200 Milliarden Euro zahlen wir Deutschen jedes Jahr allein an Lohn- und Einkommensteuer an den Staat. Aber wird jeder gleichmäßig belastet? Und wie gut sind unsere Finanzämter?

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDFinfo, 14.07.2016, 07:05 - 07:48
Verfügbarkeit:
Video verfügbar ab 31.12.2016, 10:00
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2015

Wo sind die Behörden am strengsten? Ein exklusiver Test zeigt: Wer im falschen Bundesland lebt, zahlt unter Umständen mehr Steuern an das Finanzamt. "ZDFzeit" hakt nach - bei den besten Steuerexperten, in Finanzämtern, bei "Steueroptimierern" mit versteckter Kamera.

Das deutsche Steuersystem ist eines der kompliziertesten der Welt: 2000 Gesetze mit 100 000 Verordnungen. "ZDFzeit" stellt einige der absurdesten Steuern vor, wie zum Beispiel die Luftsteuer oder die Sexsteuer.

Ganz normale Steuerzahler testen für "ZDFzeit" zudem mit ihrer aktuellen Steuer-erklärung, wie kulant, serviceorientiert und auskunftswillig ihr jeweiliges Finanzamt ist.

Eine Studie von Professor Andreas Peichl aus Mannheim ergibt: Der Staat holt sich das Geld immer da, wo es am leichtesten zu holen ist. Bei den kleinen Leuten, die keinen Spielraum zum Schummeln und Tricksen haben. Sein Fazit: "Der Festangestellte, der keine andere Möglichkeit hat, ist der Dumme, weil er die volle Steuerlast tragen muss".

Zahlen Millionäre weniger Steuern? Und wie steht es um Steueroasen? Bis zu 150 Milliarden Euro gehen dem Staat pro Jahr durch Steuerhinterziehung verloren. Mit neuen Abkommen will Wolfgang Schäuble die Steueroasen austrocknen. Wir haben mit versteckter Kamera in Österreich getestet, ob Steuerhinterzieher dort noch willkommen sind. Tatsächlich: keine Chance für Schwarzgeld. Doch wer erwartet, dass die Jagd auf Steuersünder wie Ex-FC-Bayern-Chef Uli Hoeneß die Regel ist, täuscht sich. Informanten berichten uns, wie mangels Finanzbeamten Steuerbescheide nur noch geprüft werden, wenn es auf den ersten Blick Auffälligkeiten gibt. "Die Finanzberater sind uns immer einen Schritt voraus, weil wir so viel Zeit mit Bürokratie verschwenden", klagt ein Finanzamt-Insider.

Mit versteckter Kamera findet unser investigatives Team neue Steuerschlupflöcher: auf der Mittelmeerinsel Malta. Unter Experten gilt die Faustformel: Wer mehr als 500 000 Euro Vermögen hat, dem bleiben immer noch genug Möglichkeiten, Steuern zu verschleiern.

Stab

  • Kamera - Jürgen Staiger, Ondrej Ritter, Oliver Biebl

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