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Ziemlich beste Nachbarn

Dreiteilige Dokureihe mit Michael Kessler

Michael Kessler

Doku | ZDFzeit - Ziemlich beste Nachbarn

Was halten wir voneinander? Wie stehen die Völker Europas zueinander? Wie sehen wir andere und wie die anderen uns? Die Reihe "Ziemlich beste Nachbarn mit Michael Kessler" geht diesen Fragen auf den Grund. Der für unermüdliche Neugier und ambitionierte …

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Die große Politik prägt die Schlagzeilen: Brexit, Eurokrise, Flüchtlingsfrage, neuer Nationalismus. Sind es nur noch Probleme, die das Verhältnis der Europäer untereinander bestimmen? Dabei gab es laut Umfragen unter den EU-Bürgern selten so viel Zustimmung zur Europäischen Einigung wie heute. Doch das Trennende scheint das Verbindende immer wieder zu verdrängen, mitunter rücken wieder alte Klischees und Vorurteile in den Vordergrund.

Europa bietet ein Sammelsurium von Selbst- und Fremdbildern, die gern auch mal dann mobilisiert werden, wenn es wieder Streit gibt. Da ist schnell vom alten Streben der Deutschen nach europäischer Dominanz die Rede, von angeblich typisch südländischer Misswirtschaft oder imaginären Gefahren aus dem scheinbar immer wieder bedrohlichen Osten.

Doch es gibt auch viel Bewunderung: Schätzt man doch insgeheim beim anderen oft jene Charakterzüge, die man bei sich selbst vermisst. So beneiden nicht wenige Zeitgenossen im Norden Bewohner der südlichen Gefilde um ihre Leichtigkeit, während man von dort aus wiederum nördlicher Effizienz und Ordnungsliebe Respekt zollt. Dem Westen spricht man gewöhnlich mehr Rationalität zu, dem Osten dafür mehr Raum für die Seele und große Gefühle. Kessler erforscht vor Ort, wie es zu solchen mitunter liebgewonnenen Klischees kommen konnte, stellt dabei gängige Vorurteile auf den Prüfstand.

"Wir und die Russen", "Wir und die Italiener", "Wir und die Briten" sind anders erzählte Beziehungsgeschichten zwischen Deutschland und seinen näheren und ferneren Nachbarn in Europa, ein Blick über den Zaun, nicht ohne ironisches Augenzwinkern. Kessler gibt den Gutachter vor Ort. Historiker, Politik- und Kulturwissenschaftler ordnen zum Teil jahrhundertealte Stereotype ein, erläutern, welche Bilder in den Köpfen noch Bezug zur Gegenwart haben und welche nicht. Giovanni di Lorenzo, Jan Weiler und Wladimir Kaminer berichten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen, auch Giovanni Zarrella und Mario Adorf, der, wie er sagt, jahrelang daran arbeitete, so italienisch wie möglich zu wirken, was dann vor allem das typisch Deutsche an ihm hervorgebracht habe.

Stefan Brauburger, Redaktionsleiter Zeitgeschichte

Alle drei Teile im Überblick

Michael Kessler

Doku | ZDFzeit - Michael Kessler im Interview

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