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Am Puls Deutschlands - #unserefreiheit

Unterwegs mit Jochen Breyer

Jochen Breyer (l.) und Jürgen Kran

Was ist Freiheit? Was bedeutet sie uns ganz persönlich? Wie frei leben wir – und wo sind wir nicht frei? Das zeigt Jochen Breyer mit der Dokumentation "Am Puls Deutschlands – #unserefreiheit".

Datum:
03.10.2019
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

#unserefreiheit ist die größte Social-Media-Kampagne in der Geschichte des ZDF zu den beiden Jubiläen 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall. Tausende Nachrichten haben Jochen Breyer und sein Team erreicht und werden im Film gebündelt.

Der Reporter und sein Team erzählen ganz persönliche Geschichten zu ganz unterschiedlichen Arten von Freiheit. Und von Konflikten, die daraus entstehen können. Etwa aus dem hessischen Mittelrheintal: Für die Motorradfahrer dort bedeutet Freiheit, draußen unterwegs zu sein, Wind im Gesicht, den kräftigen Sound von Harley und Co. im Ohr.

Doch die Freiheit des einen ist nicht zwangsläufig die Freiheit des anderen: Sonja H. macht der Lärm der Motorradfahrer krank: "Wir können uns manchmal draußen nicht mehr unterhalten. Und bergab sind dann auch noch Fehlzündungen dabei ... mir sträuben sich die Nackenhaare. Weil ich einfach so wütend bin, dass man sich gar nicht dagegen wehren kann." Alle zwei, drei Minuten fährt an Spitzentagen ein Motorrad durchs Dorf. Offiziell gilt Tempo 30, doch kontrolliert wird nur selten.

Von der großen, der ganz existenziellen Freiheit hat Jürgen K. unter #unserefreiheit geschrieben. Wegen "staatsfeindlicher Hetze" saß er insgesamt zwei Jahre in einem DDR-Gefängnis. Der 72-Jährige hatte regimekritische Kurzgeschichten geschrieben und in den Westen geschickt. "Das Schlimmste, was die einem hier angetan haben, ist: Die nehmen Ihnen Ihre Würde. Einmal hab ich mich hingeschmissen und den Vernehmer angefleht. Sie verlieren völlig Ihre Menschenwürde. Und das wirkt später noch nach. Posttraumatisch." Heute lebt Jürgen K. in Leverkusen. Doch er kehrt immer wieder nach Magdeburg zurück. Als Zeitzeuge gibt er Führungen durch das einstige Stasi-Gefängnis. Um darin zu erinnern, was Diktaturen ausrichten, wie sie Freiheit beschränken.

Ein großes Thema der Social-Media-Aktion war auch die Frage, wie viel Freiheit unser Planet verträgt - ob wir uns einschränken müssen: weniger Fleisch, weniger Fliegen, weniger Konsum? "Ich tue, was ich kann: Müll sammeln und recyceln, upcyceln, Kleidung lange tragen", hatte Alexa P. zu #unserefreiheit geschrieben. Es sind kleine Schritte, die Alexa mit ihrer Familie macht. Schritte, die vielen anderen vermutlich längst nicht weit genug gehen. Doch auch Verbote hält die junge Mutter für sinnvoll: "Wenn ich den Herstellern alles überlasse, dann lassen sie sich gerne Zeit. Aber ich glaube, so viel Zeit haben wir gar nicht mehr. Das ist wie die Erziehung meines eigenen Kindes. Wenn ich der alles durchgehen lasse, wenn sie alles darf, dann macht sie auch alles, was sie will. Dann funktioniert aber unser Zusammenleben nicht. Und ich denke auch, dass wir uns Grenzen setzen müssen."

Jochen Breyer trifft für die Dokumentation #unserefreiheit auch einen unheilbar Kranken, der sich die Freiheit des wirklich selbstbestimmten Sterbens wünscht. Einen Aussteiger, der sich auf das Wesentliche konzentriert, alles ausmistet, was er nicht braucht, und in einem Camper lebt. Sowie eine Transsexuelle, die sich von den Behörden in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlt.

Deutlich wird: Es gibt nicht die eine Freiheit, sondern unzählige Ausprägungen. So vielfältig wie das Leben selbst. Jochen Breyer führt packende Gespräche mit denen, die stellvertretend zu einem bestimmten Freiheitsaspekt geschrieben haben. So entsteht ein spannendes Bild mitten aus der deutschen Gesellschaft in der mittlerweile sechsten Ausgabe der Sendereihe "Am Puls Deutschlands".

Mehr unter www.ampulsdeutschlands.zdf.de

Stab

  • Kamera - Henrik Eichmann
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