Die Themen der kommenden Wochen

ZDFzoom - Spannende Dokumentationen!

ZDFzoom nimmt in den nächsten Wochen die Energiewende unter die Lupe - und geht der Frage nach: Wie sicher ist der schnelle Weg per Prospekt zum Eigenheim?

Sendung am 20. Juni, 22.45 Uhr

Unter Strom - Der Kampf um die Energiewende

Das hat noch kein Industrieland gewagt: Die komplette Energieerzeugung wird umgestellt auf grünen Strom. Ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Riesige Kraftwerke der großen Energiekonzerne, die Deutschland mit Atom- und Kohlestrom versorgen: Das war gestern. Heute übernehmen immer mehr Bürger die Stromerzeugung, bauen eigene Öko-Kraftwerke, der Gewinn fließt nicht  mehr allein in die Taschen der Konzerne, sondern auch in die der Bürger. Das Ziel vieler Kommunen: Vollversorgung mit selbst erzeugtem Strom vor Ort. Die Gemeinde Haßfurth in Franken produziert heute schon dreiviertel ihres Stroms selbst, schon bald soll es mehr sein als sie selbst verbrauchen kann. Und sie will mit ihren kleinen Kraftwerken helfen, die Netze stabil zu halten. Haßfurt will ein virtuelles Kraftwerk einrichten, das Stromschwankungen im Netz ausgleichen kann. Solche Schwankungen werden immer stärker, das Stromnetz gerät an den Rand der Stabilität. Wenn die Erneuerbaren Energien keinen Strom produzieren, wenn der Wind nicht bläst und die Sonne nicht scheint, dann müssen andere Kraftwerke schnell hochfahren. Doch bislang setzt Deutschland hauptsächlich auf Großkraftwerke, vor allem Braunkohlemeiler. Die fahren nur sehr langsam hoch und runter. Ein modernes Gaskraftwerk, das schnell und flexibel ist, wollten die Stadtwerke Leipzig bauen. Doch die Investition lohnt sich noch  nicht – weil die alten Braunkohlekraftwerke noch den Großteil des Stroms erzeugen. So blockieren alte Großkraftwerke die Energiewende. Blockade vielerorts auch beim Windausbau. Schuld ist der stockende Netzausbau. Die Netze müssen immer mehr Windstrom abtransportieren. Doch gegen neue Stromtrassen formiert sich Widerstand von Bürgerinitiativen. Dabei gäbe es Alternativen: Bürgerbeteiligung beim Netzausbau oder moderne Hochtemperaturseile, die an den alten Masten die doppelte Menge Strom transportieren könnten – ganz ohne Neubau und überdies noch billiger. Die Energieversorgung in  Deutschland wird umgebaut, doch wer soll das bezahlen? Insbesondere die Industrie klagt über Standortnachteile. Der Energiewirtschafts-Experte Prof. Uwe Leprich zeigt uns aber, wie sich gerade die energieintensive Industrie Privilegien in Milliardenhöhe gesichert hat. Dank großer Schlupflöcher in den Gesetzen zahlen viele Firmen fast nichts für die Energiewende. Im Gegenteil: Sie profitieren. Tatsächlich sorgt Erneuerbare Energie bereits heute an vielen Tagen für drastisch sinkende Preise an der Strombörse.

Sendung am 4. Juli, 22.45 Uhr

Kostenfalle Eigenheim - Wenn der Hausbau zum Albtraum wird

Anfangs klingt es immer klasse: ein Eigenheim zum Schnäppchenpreis. Jeder kann unkompliziert, schnell und günstig Bauherr werden – mit einem Fertighaus aus dem Katalog. Keine Frage: Fertig- und Massivhäuser sind im Trend. Ein zweistelliger Milliardenmarkt ist entstanden, mit jährlich über 170.000 verkauften Neubauten alleine in Deutschland. Das Versprechen der Fertig- und Massivhausbranche: das günstige und schlüsselfertige Eigenheim in super kurzer Bauzeit. Doch bereits in den Prospekten schlummern Gefahren: Denn weder "schlüsselfertig" noch "Festpreis" sind gesetzlich definierte Begriffe. Für viele kleine Bauherren wird das Projekt Hausbau zur Falle und kostet ihre Existenz. ZDFzoom geht der Frage nach: Wie sicher ist der schnelle Weg per Prospekt zum Eigenheim?

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