Kaum gekauft, schon kaputt

Der Ärger mit den Elektrogeräten

Wer kennt das nicht: Kaum hat man sich ein neues elektronisches Gerät zugelegt, schon ist es kaputt. Die Reparatur lohnt sich angeblich nicht, das Gerät muss entsorgt werden, die Müllberge wachsen. "ZDFzoom" fragt: Taugen Elektrogeräte heutzutage nichts mehr?

Ob Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Haushaltsgeräte oder Autos – dass heute alles immer schneller kaputt geht, ist für viele Experten kein Zufall: "Geplante Obsoleszenz" heißt das im Fachjargon. Dahinter steckt eine einfache Idee. Man stellt ein Produkt so her, dass es nach einer bestimmten Zeit – im Idealfall kurz nach Ablaufen seiner Garantiezeit – kaputt geht. Ein Trick, mit dem die Industrie den Wachstumsmotor am Laufen hält, denn ein Produkt, das ewig hält, sorgt für sinkende Absatzzahlen und weniger Umsatz.

Sollbruchstellen auf der Spur

"ZDFzoom"-Reporter Guido Felstermann will wissen, was es mit den Sollbruchstellen auf sich hat. Bei einem Fernsehreparaturdienst lässt er sich zeigen, dass in vielen Fernsehgeräten minderwertige Teile verbaut sind. Die Elektrolytkondensatoren – kurz auch Elkos genannt – sind zwar nur ein Grund, weshalb die Geräte häufig viel zu schnell ausfallen. Aber sie sind eine Fehlerquelle, die zu beheben wäre. Elkos sind Bauelemente, die elektrische Ladungen speichern können und in Fernsehgeräten hundertfach verbaut sind. Verwendet ein Hersteller günstige Elkos, spart er Geld.


Elektrische Geräte beim Handwerker oder im Fachhandel reparieren zu lassen, ist häufig gar nicht mehr möglich: weil es Einzelteile nicht gibt, weil einzelne Bauteile so verbaut sind, dass man nicht an sie rankommt, weil Hersteller keine Reparaturanleitungen mehr zur Verfügung stellen – oder weil es einfach zu teuer ist. Manchmal hilft selber reparieren. Ein Trend, den immer mehr Verbraucher wiederentdecken. In vielen Orten Deutschlands werden mittlerweile so genannte "Repair Cafés" veranstaltet. Das sind Treffen, meist in Offenen Werkstätten, zu denen jeder kommen kann, der etwas zu reparieren hat. Die Idee stammt aus Holland.

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