Khalils Flucht über das Mittelmeer

Als die Assad-Miliz ihn zwangsrekrutieren wollte, floh Khalil aus Syrien. Die gefährliche Flucht auf einem kleinen Fischkutter über das Mittelmeer dokumentierte er mit seinem Handy. In dramatischen Bildern filmt er, wie die Besatzung eines italienischen Frachters die Flüchtlinge auf dem Boot entdeckt und alle rettet.

"Ich hatte große Angst, dass wir mitten auf dem Meer sinken und ertrinken würden.

Wir waren alle seekrank. Die Kinder, die Frauen und auch die Männer wurden seekrank. Alle übergaben sich ständig.", erzählt Khalil.

An Bord des kleinen Fischkutters sind  170 bis 180 Personen. Es gibt nicht genug zu essen und zu trinken. Jeder bekommt nur vier Datteln und einen Keks am Tag. Je vier Personen müssen sich eine kleine Flasche Wasser teilen. Die Toilette ist ständig besetzt, es gibt nur eine einzige für  170 Leute!

Am neunten Tag geht dem Kutter das Benzin aus.

"Wir hatten Todesangst davor, mitten im Nichts, mitten im
Wasser sterben zu müssen. Jeden Moment konnte das Schiff umkippen, wir würden ertrinken und niemand würde es auch nur erfahren."
Doch dann taucht ein italienischer Frachter auf, der die Schiffbrüchigen rettet und ans italienische Festland bringt.
Khalil wurde in ein Flüchtlingslager gebracht; von da floh er und schlug sich nach Mailand durch. Am Mailänder Bahnhof traf er Schleuser, die ihm die Fahrt nach Deutschland anboten.

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