Mieten, kaufen, zahlen

Die Tricks der Immobilienmakler

Vermieter übergeben die Vermittlung ihrer Wohnung bequem einem Makler - der Mieter trägt ja die Kosten. Das Wohnungsvermittlungsgesetz erlaubt eine Provision von zwei Netto-Kaltmieten plus Mehrwertsteuer. 2000 Euro und mehr sind da schnell zusammen, und der Mieter fragt sich oft, wofür eigentlich?

Für einen Dreizeiler in einem Immobilienportal oder der Samstagsausgabe der örtlichen Tageszeitung, für eine junge Dame aus dem Maklerbüro, die Selbstauskünfte und Bewerbungsunterlagen von Interessenten einsammelt?

Häufig Schulterzucken
Einen Grundriss oder Informationen über die Nebenkosten bekommen potenzielle Mieter aber nicht. Schnell verdientes Geld für den Makler, das Berufsbild ist schlecht.
Fragen zu Bausubstanz, Renovierungskosten oder etwa der Energieeffizienz der Heizungsanlage führen oft zu Schulterzucken.

Das Problem: Jeder, der nicht vorbestraft und verschuldet ist, kann in Deutschland Wohnungen und Häuser makeln. Es reicht der Gewerbeschein 34C, eine reine Formsache. Es gibt keine vorgeschriebene Ausbildung, und es ist auch nicht festgelegt, was genau ein Makler für seine Provision eigentlich zu leisten hat. Im Zweifel reicht schon die Weitergabe einer Telefonnummer. Makler dürfen laut Gesetz sogar "lügen", etwa bei den Quadratmeterzahlen. Wer 100 Quadratmeter anpreist, muss nur 90 liefern. Solange die Abweichung zehn Prozent nicht überschreitet ist alles rechtens.

Die Reporter von "ZDFzoom" haben auf dem deutschen Immobilienmarkt recherchiert, verzweifelte Mieter getroffen und mit vermeintlich dubiosen und seriösen Maklern gesprochen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet