Mogelpackung Almidylle?

Der Preiskampf um unsere Milch

Satte Almwiesen, glückliche Kühe und Natur pur: Auf den Verpackungen von Milch, Joghurt und Quark wird mit landwirtschaftlicher Idylle geworben. Kein Wunder, dass wir gerne ins Kühlregal greifen: Über 50 Liter Milch und mehr als 20 Kilo Käse vertilgen die Deutschen pro Kopf und Jahr. Doch viel bezahlen wollen die meisten dafür nicht. Milch und Joghurt müssen günstig sein und werden im Supermarkt häufig zu Kampfpreisen verkauft.

ZDFzoom fragt: Was macht der Preiskampf mit unserer Milch? Wie können Molkereien und Handel ihre Produkte so billig anbieten? Und wer zahlt den wahren Preis der billigen Milch?

Großkonzerne statt Dorfmolkereien

Autorin Katarina Schickling zeigt: Von der landwirtschaftlichen Idylle ist nur wenig übrig geblieben. Gab es in den 50er Jahren noch über 3000 Molkereien, sind es heute weniger als 100. Innerhalb weniger Jahre ist aus der traditionell mittelständischen Molkereiwirtschaft ein von Großkonzernen beherrschter Markt geworden. Big Player wie Hochwald oder die Müller-Gruppe bestimmen das Geschäft. Viele Milchbauern können sich gegen das Preisdiktat von Molkereien beziehungsweise Supermarktketten nur mit immer weiter gehender Rationalisierung und Automatisierung behaupten.

ZDFzoom zeigt: Zwar werden Milch, Käse und Co. als ursprünglich und traditionell beworben. Doch statt Gras fressen Kühe heute häufig Kraftfutter, statt vom Bergbauernhof um die Ecke, kommen die Zutaten für manches Produkt aus dem Ausland. Und: Es steckt so einiges an Zusatzstoffen und High Tech in den vermeintlich natürlichen Produkten.

ZDFzoom über das Geschäft mit unserer Milch.

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