Teure Tropfen

Das Geschäft mit unserem Wasser

Deutschland ist ein Wasserparadies - sollte man meinen. Es gibt keine Wüsten und keine periodenlang anhaltende Trockenheit. Eigentlich gibt es Wasser im Überfluss. Gemessen daran ist unsere Wasserversorgung teuer. In Sachsen kostet Wasser rund achtmal mehr als in bestimmten Regionen Bayerns. Selbst innerhalb eines Bundeslandes variieren die Kosten um mehrere hundert Prozent. Warum eigentlich?

Wassertropfen
Wassertropfen

Vielleicht das letzte echte Monopol

Die Wasserversorger argumentieren: Das liege an den regionalen, geographischen Besonderheiten und nötigen Investitionen ins Rohrnetz. Aber beide Erklärungen lassen Kritiker wie Verbraucherschützer und Kartellamtswächter nicht gelten. Sie sagen: Nicht selten zocken die Wasserversorger über die Entgelte schlicht ab, eine derartige Preisspanne sei nicht zu rechtfertigen.


6200 Wasserversorger gibt es in der Bundesrepublik und die machen sich noch nicht einmal Konkurrenz. Sie agieren, regional aufgeteilt, nebeneinanderher. Es ist vielleicht das letzte echte Monopol in Deutschland: Die Trinkwasserversorgung. Die Branche setzt gut zehn Milliarden Euro jährlich um. Die Kunden können nicht weglaufen, die Versorgungsunternehmen legen die Preise einfach fest und entziehen sich der Kontrolle.

Mit Experten klären die ZDFzoom-Reporter, wie eine effektive Kontrolle funktionieren könnte. Was müsste die Politik ändern, damit unser Wassergeld so verwendet wird, wie es gedacht ist - zur sicheren Versorgung mit erstklassigem Wasser? Und das zu transparenten, vergleichbaren und fairen Preisen.

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