Tödliche Keime aus der Massentierhaltung

Machen Bakterien aus der Tiermast die Menschen krank?

Antibiotika gelten als die Wunderwaffe im Kampf der Mediziner gegen gefährliche Infektionen. Was aber wenn sich immer mehr Bakterien verbreiten, die resistent gegen Antibiotika sind und der Mensch daran erkrankt?

Bakterienkulturen
Bakterienkulturen Quelle: imago

Mehrere 10.000 Menschen sterben inzwischen jährlich europaweit an den Antibiotika-Resistenten-Keimen. In Deutschland wurden aufwendige und teure Hygieneverordnungen erlassen, um die Ausbreitung der Erreger von Patient zu Patient zumindest in den Krankenhäusern in den Griff zu bekommen.

Am Entstehungsort ansetzen

Doch um die Bakterien wirksam zu bekämpfen, müsste man ihre Verbreitung bereits am Entstehungsort verhindern. Die Tiermast scheint eine entscheidende Rolle zu spielen. Denn überall dort, wo die Mittel verabreicht werden, überleben und verbreiten sich die resistenten Keime besonders gut.

"Wenn wir da nicht aufpassen, bekommen wir ein Problem in der Humanmedizin, das uns über Jahre beschäftigen wird und das nur schwer in den Griff zu bekommen sein wird." Professor Wolfgang Witte vom Robert Koch Institut warnt seit Jahren vor dem gedankenlosen Einsatz von Antibiotika in der Tiermast. Neueste Studien haben ergeben, dass 83 Prozent der Masthähnchen in Nordrhein-Westfalen mit Antibiotika behandelt werden. Aber können Bakterien von Nutztieren wirklich eine Gefahr für den Menschen werden? ZDF-Zoom über die Keime aus dem Stall.

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