Umfrage zu Wellness und Körperkontakt

ZDFzoom wollte wissen: Gibt einen Zusammenhang zwischen dem Bedürfnis nach Berührung und dem Wunsch nach einer Massage oder Wellness-Anwendung? An insgesamt 14 Wellness-Einrichtungen in ganz Deutschland verschickten wir Fragebögen. Das Haptik-Labor der Universität Leipzig hat die Antworten der insgesamt 770 Wellness-Kunden ausgewertet. Hier die Ergebnisse der Stichproben zusammengestellt von Dr. Stephanie Müller, Universität Leipzig.

Eine Frage des Alters:
An unserer Umfrage nahmen Personen im Alter von 12 bis 85 Jahren teil. Personen jeden Alters empfinden Massagen grundsätzlich als angenehm. Alle erwarten und genießen die daraus resultierende Entspannung und gesteigertes Wohlbefinden.
Auch die Häufigkeit, mit der Berührung im Alltag vermisst wird bzw. es an Berührung mangelt, ist in allen Altersgruppen gleich. Ausnahme von der Regel bilden die ältesten Teilnehmer: In der Gruppe der 70-85 jährigen gaben 32% der Beteiligten an, häufig körperliche Berührung zu vermissen – doppelt so viele Personen wie in den jüngeren Gruppen.
Vermissen Sie körperliche Berührung?
Personen, die häufig Berührung vermissen, werden in Ihrem Alltag seltener umarmt oder geknuddelt und haben dadurch offenbar häufiger das Bedürfnis nach Wellness-Anwendungen.

Personen, die häufig Berührung vermissen, sind häufiger Single und genießen vor allem die Berührung bei Wellnessanwendungen – mehr als Personen, die Berührung nicht vermissen. Wer Berührung nicht vermisst, genießt eher die Entspannung, die aus Wellnessanwendungen resultiert.

Insgesamt gab es in den Umfrageergebnissen keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Männer und Frauen nahmen gleich häufig Wellnessanwendungen wahr und zeigten ein ähnliches Bedürfnis nach Berührung.
Sind Sie Single?
Singles vermissen körperliche Berührung tendenziell etwas häufiger als Personen in einer Beziehung und erleben tendenziell seltener Umarmungen und körperliche Nähe. Dennoch erleben Singles und Nicht-Singles Massagen gleich: alle genießen vor allem die Entspannung und das gesteigerte Wohlbefinden.


Fragebogenentwicklung und Datenanalyse durch das Haptik-Labor der Uni Leipzig am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet