Umweltschäden durch Erdgasförderung

Benzol ins Grundwasser gelangt

Im November 2011 berichtete ZDFzoom über eine umstrittene Fördertechnik der Erdgasindustrie. Sie nennt sich "Fracking". Dabei kommen tonnenweise zum Teil hochgiftige Chemikalien zum Einsatz. Kurz nach der Ausstrahlung der ZDFzoom-Dokumentation wurde ein Umweltschaden in Niedersachsen bekannt. Dabei gelangten große Mengen Benzol in das Grundwasser.

Das als krebserregend bekannte Benzol kommt im Bohrwasser vor und tritt bei der Gasförderung an die Oberfläche. ZDFzoom-Recherchen haben ergeben, dass ungeeignete Kunstoffrohre zum Einsatz kamen, durch die der giftige Stoff ins Grundwasser austreten konnte. Die Verantwortlichen mussten Fehler eingestehen.

Auch beim Fracking befürchten Kritiker negative Auswirkungen für das Grundwasser und beziehen sich dabei auf Berichte über zahlreiche Fracking-Unfälle in den USA. Die großen Förderunternehmen in Deutschland, RWE Dea und ExxonMobil sprechen dagegen von einer beherrschbaren Technologie. Gegner fordern ein sofortiges Verbot. Die Bundesregierung sieht ebenfalls noch viele offene Fragen und will nun ein neues Gutachten über die Risiken bei der Erdgasproduktion in Auftrag geben.

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