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Der Preis des billigen Fliegens

Film von Arne Lorenz

Seit Jahren locken Billigflieger mit Tiefpreis-Tickets immer mehr Kunden an. Noch nie flogen so viele Leute so billig wie heute. Dabei steht eine Airline besonders im Fokus: Ryanair.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 31.07.2020

Als größte Low-Cost-Airline in Europa befördert Ryanair in Europa inzwischen so viele Passagiere wie die Lufthansa weltweit. Nach Jahren des ungehinderten Wachstums bekommt Ryanair jetzt Gegenwind.

Vor allem die Gewerkschaften haben sich auf das Geschäftsmodell von Ryanair eingeschossen, seit die Belegschaft des Billigfliegers auf die Straße ging. Inzwischen hat Ryanair seinen oft aggressiven Ton stark gemäßigt und Verhandlungen mit den Gewerkschaften zugestimmt.
Es scheint absehbar, dass bald in mehreren Ländern Tarifverträge für mehr Lohn und gerechtere Arbeitsbedingungen bei Ryanair sorgen könnten, was noch vor einem Jahr niemand für möglich gehalten hätte.

Doch wenn die Lohnkosten steigen, was wird dann aus den billigen Tickets? Sind sie dann überhaupt noch finanzierbar? Oder ist die Zeit des Billigfliegens bald vorbei?

"ZDFzoom" hat das Geschäftsmodell von Billigfliegern am Beispiel von Ryanair untersucht und herausgefunden, dass Ryanair hauptsächlich durch Zusatzgeschäfte seine günstigen Tickets anbieten kann. Der niedrige Ticketpreis alleine reicht nicht aus, um alle Kosten zu decken, die ein Passagier im Durchschnitt verbraucht.

Mit den Billigtickets wird sich die Zahl der Flüge insgesamt nicht verringern, wie von vielen gefordert, sondern eher noch erhöhen. Denn je günstiger die Tickets, desto mehr Leute wollen fliegen. Erst wenn das Fliegen deutlich teurer würde, könnte sich die Zahl der Flüge verringern. "ZDFzoom" hat ausgerechnet, wie stark sich der Preis eines Tickets erhöhen müsste wenn man alle Umweltfolgen des Fliegens mit einrechnen würde.

Für Billigfluggesellschaften wie Ryanair und ihre Kunden wäre das eine schlechte Entwicklung. Denn dann wäre die Zeit des billigen Fliegens schnell vorbei.

  • Kamera - Ralf Pardun, Christian Rohwer
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