Die Mogelverpackung

Wie öko sind Tetra Pak und Co.?

Getränkekartons sind ökologisch besonders wertvoll. 70 Prozent werden wieder recycelt, so die Hersteller. Gegen diese Behauptung laufen Umweltverbände Sturm: Das sei Verbrauchertäuschung.
ZDFzoom geht der Frage nach, wie Recyclingquoten berechnet werden und stellt fest, dass ein Fehler im System dafür sorgt, dass Getränkekartons in Ökobilanzen so gut abschneiden.

Getränke in Milch- und Saftkartons sind beliebt. Denn sie sind im Gegensatz zu Glasflaschen eine bequeme Lösung: Die Getränke halten sich lange, die Kartons wiegen weniger, man muss kein Pfand zahlen – und recycelbar sind sie auch noch. Denn wenn sie leer sind, kann man sie ohne schlechtes Gewissen einfach im gelben Sack entsorgen. So glauben es zumindest die meisten Verbraucher.

Kein Wunder also, dass der Marktführer Tetra Pak weltweit 11,1 Milliarden Euro umsetzt und in Deutschland einen Marktanteil von 82 Prozent aufweist. Geld verdienen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun. Oberflächlich betrachtet macht die Firma alles richtig – und wirbt auf Milchkartons ganz offensiv mit ihrem Engagement für die Natur. Besonders wichtig ist den Getränkekartonherstellern dabei eine möglichst hohe Recyclingquote. Denn diese garantiert ihnen die so genannte „ökologische Vorteilhaftigkeit“ – und damit die Befreiung von einem Pflichtpfand, das z.B. bei Plastik- und Glasmehrwegverpackungen fällig wird.

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