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Geldmaschine YouTube

Film von Gabriel Stoukalov und Felix Kohler

YouTube ist die weltgrößte Videoplattform, YouTuber der neue Traumberuf vieler Jugendlicher. Die Stars der Szene verdienen mit Werbedeals Millionen. Wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 02.01.2020

YouTube hat sich zum Medienkonzern gemausert, der mit Clips und vorgeschalteten Werbespots inzwischen jeden zweiten Deutschen erreicht. Doch oft ist auch im Clip selbst Reklame versteckt und nur schwer erkennbar. Wo geht es noch um Inhalt, wo allein um Werbung?

Wenn Jan-Luca zu Hause ist, dann sitzt der 15-Jährige meist vor dem Rechner: Vier, fünf Stunden täglich schaut er auf YouTube Comedy- oder Spiele-Videos, folgt seinen YouTubern. "Die sind ehrlich und echt", sagt Jan-Luca, für ihn eher Freunde als entrückte Stars. Eine vermeintliche Vertrautheit, die der Werbebranche in die Karten spielt: Über YouTube-Stars wie Dner oder Bibi kann sie werbewirksame Botschaften in Kinder- und Jugendzimmer senden - oft weitestgehend ohne Sanktionen.

Wie viel genau die Werbedeals wert sind, darüber redet man in der Branche nicht gerne. 120 000 Euro Honorar für Werbevideos, die "in Gestaltung und Form" wie normale YouTube-Clips daherkommen, sind da durchaus mal drin, erfahren die "ZDFzoom"-Autoren Gabriel Stoukalov und Felix Kohler bei ihren Recherchen. Und fragen: Wie können YouTuber unabhängige Clips fertigen, wenn Unternehmen sie unter Vertrag haben und bestimmen, wie diese Clips aussehen sollen? "Das ist der Spagat, den YouTuber machen müssen: Wie kann ich meinen Zuschauern Mehrwert bieten, nicht einfach einen Werbespot", sagt Oguz Yilmaz, einst selbst erfolgreicher YouTuber, heute eine Art Makler zwischen Firmen und YouTubern.

Gesetzliche Grundlage für die Kennzeichnung der Werbung auf YouTube ist vor allem der Rundfunkstaatsvertrag. Ihm zufolge muss "Werbung als solche leicht erkennbar und vom übrigen Inhalt der Angebote angemessen […] abgesetzt sein". Doch gelingt das? YouTube sieht die Verantwortung dafür bei YouTubern und Landesmedienanstalten. Sie sollen eine millionenschwere Branche in die Schranken weisen. Doch: "Tatsächlich ist es so, dass sich bei den YouTube-Videos niemand hinstellen und sagen könnte "Ich habe das soweit im Griff", räumt Cornelia Holsten ein, die Direktorin der Bremischen Landesmedienanstalten. "ZDFzoom" beleuchtet das Geschäftsmodell YouTube: Welche Beträge werden wirklich zwischen den diversen Playern der Branche ausgetauscht? Wie groß ist die Macht der Social-Media-Stars? Und wie sehr werden sie von Unternehmen beeinflusst?

Mehr unter www.zoom.zdf.de

Stab

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